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Kleingarten

Obst und Gemüse von eigener Scholle liegen im Trend

Anklam / Lesedauer: 3 min

Die Nachfrage nach Parzellen beim Anklamer Kleingartenverein „Freizeitfreunde“ ist zuletzt gestiegen. Das könnte einen bestimmten Grund haben.
Veröffentlicht:11.04.2023, 17:53

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Auf einigen Parzellen des Kleingartenvereins „Freizeitfreunde“ am Gneveziner Damm in Anklam wird schon geackert. Die Gartensaison beginne zwar erst im Mai, sagt der Vereinsvorsitzende René Zargus, doch zu tun gebe es in einem Kleingarten eigentlich immer etwas, fügt er hinzu. Jetzt sei allerdings der optimale Zeitpunkt, um einen Kleingarten zu übernehmen. Bei den „Freizeitfreunden“ stünden derzeit sechs der insgesamt 65 Parzellen leer. Allerdings sei auch zu beobachten, dass die Nachfrage in den vergangenen Monaten merklich angestiegen sei. Auch am Osterwochenende hatten sich wieder Interessenten zur Besichtigung angemeldet. Das könne auch mit den aktuell hohen Gemüsepreisen zu tun haben, vermutet man im Vorstand des Kleingartenvereins.

Mehr als 20 Kleingartenvereine in Anklam

„Freizeitfreunde“ ist einer von mehr als 20 Kleingartenvereinen mit insgesamt über tausend Mitgliedern, die im Verband der Gartenfreunde Anklam organisiert sind. Wer also Interesse daran habe, einen Kleingarten zu bewirtschaften, könne sich an den Verband wenden oder sich bei einem der Vereine melden. Zum weiteren Vorgehen gehörten neben Besichtigungen des Gartens und Gesprächen mit dem Bewerber auch eine freiwillige Selbstauskunft, erklärt René Zargus, der auch der Vorsitzende des Verbandes der Gartenfreunde Anklam ist. Ob es dann tatsächlich zu einer Mitgliedschaft und damit der Übernahme der Parzelle kommt, sei letztendlich jedoch die Entscheidung des Vorstandes des jeweiligen Vereins.

Es geht auch um die Gemeinschaft

Zwar freue man sich über jeden neuen Gartenfreund, allerdings komme es auch vor, dass Bewerber abgelehnt würden, wenn zum Beispiel abzusehen sei, dass der Interessent voraussichtlich nicht den Anforderungen entspricht, die die Pflege eines Kleingartens, aber auch die Mitgliedschaft in einem Verein, mit sich bringen. Denn schließlich gehe es nicht nur um ein Hobby, Erholung und die Produktion von Obst und Gemüse für den Eigenbedarf, sondern auch um Gemeinschaft und Miteinander. Sehr weite Anfahrtswege könnten beispielsweise ein Grund sein, um einen Bewerber abzulehnen.

Moderate Preis im Vergleich zu Kleingärten im Westen

Natürlich spielten bei den potenziellen Mitgliedern auch die anstehenden Kosten eine Rolle, weiß René Zargus. Die seien vor allem im Vergleich mit Kleingärten im Westen Deutschlands nach wie vor moderat. In der ersten Rechnung würden neben Pacht, Mitgliedsbeitrag sowie Vorkasse für Wasser und Strom auch der Posten „Aufwendungen für Garten“ erscheinen, wenn bei den „Freizeitfreunden“ ein Garten vom Verein übernommen würde, was bereits für Nachfragen gesorgt habe. Dabei handele es sich in der Regel um Aufwendungen des Vereins unter anderem in Form von Arbeitsleistungen oder Material, um einen Kleingarten und die dazugehörige Laube in einen angemessenen Zustand für den Neupächter zu bringen.

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