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Demonstration

Das sagen die Organisatoren zu Vorpommerns Protest-Sternfahrt

Anklam / Lesedauer: 2 min

Hunderte Fahrzeuge aus nahezu allen Himmelsrichtungen fuhren am Samstag als Protestkorso gen Anklam. Die Sternfahrt war in der Peenestadt die bislang größte Demonstration.
Veröffentlicht:04.02.2024, 12:00

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Es war die größte Demonstration der zurückliegenden Wochen, die am Samstagabend in Anklam auf dem Gelände nahe des Anklamer Flugplatzes ihr Ende nahm. Andy Deenen und Thomas Fischer hatten die Sternfahrt organisiert, die unter anderem mit Protestkorsos aus Grimmen, Greifswald, Jarmen und Pasewalk am Nachmittag gen Anklam rollte.

Autos aus allen Himmelsrichtungen

Gegen 17 Uhr kamen die ersten Autos, Traktoren und Lkw aus dem Südkreis in Anklam an. Bis in den Abend hinein erreichten Fahrzeuge in langen Schlangen aus allen Himmelsrichtungen ihr Ziel, die zunächst lautstark durch die Stadt fuhren und auf ihren Protest aufmerksam machten. Unter dem Motto "Unternehmer, Landwirte und Privatpersonen gegen die Steuerpolitik der Ampel" hatten Andy Deenen und Thomas Fischer die Demonstration organisiert.

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Demo-Themen breit gefächert

Für sie geht der Unmut in der Bevölkerung somit deutlich über die Diskussionen zum Agrardiesel hinaus, so Thomas Fischer. "Es geht darum, dass das Handwerk und das Leben bezahlbar bleiben", sagt er. Dementsprechend breit sei auch der Protest - schnell aufhören wolle man damit ebenfalls nicht. Am kommenden Wochenende soll es bereits nächste Aktionen geben, kündigen die beiden Männer an.

Der Protestkorso rollte am Sonnabend (03.02.2024) als Sternfahrt aus ganz Vorpommern am Zielort Anklam ein.
Der Protestkorso rollte am Sonnabend (03.02.2024) als Sternfahrt aus ganz Vorpommern am Zielort Anklam ein. (Foto: Anne-Marie Maaß)

Bei der Demonstration am Samstag hatten sie auf ein starkes Zeichen gehofft und auf bis zu 600 teilnehmende Fahrzeuge gesetzt. Ob diese Anzahl wirklich erreicht wurde, da waren sich auch die Organisatoren zunächst unschlüssig. Durch die Sternfahrt aus mehreren Orten verliere man schnell den Überblick. Auch die Polizei habe keine genauen Zahlen, so Thomas Fischer. Ein Demoteilnehmer versicherte, die Fahrzeuge gezählt zu haben - 700 sollen es in der Spitze gewesen sein. Eine Aussage, die sich so am Abend am Anklamer Flugplatz nicht überprüfen ließ.

Organisatoren vernetzen sich

Immerhin, am stärksten dürfte die Unterstützung aus dem Süden des Landkreises gewesen sein. Dort rollten bereits am frühen Nachmittag gut 70 bis 80 Fahrzeuge in Pasewalk los. Über Torgelow und Ueckermünde ging es weiter nach Anklam, gut 170 Fahrzeuge soll der Zug am Zielort gehabt haben.

Als Erfolg werten die Versammlungsleiter die Aktion auf jeden Fall. "Wir haben es geschafft, uns breiter zu vernetzen", sagt Thomas Fischer. So sei am Samstag nun auch der Schulterschluss mit den Demo-Organisatoren aus Ueckermünde, Pasewalk und Grimmen erfolgt. Das lasse in Zukunft auf noch größere Protestzüge hoffen - "Wir wollen irgendwann so viele Demo-Teilnehmer zusammentrommeln, dass es sich lohnt, bis nach Berlin zu fahren und dort ein Zeichen zu setzen", so die Organisatoren.