StartseiteRegionalAnklamPolizei nennt Einzelheiten zu Gewalt auf Corona-Demo

Pfefferspray und Schlagstock

Polizei nennt Einzelheiten zu Gewalt auf Corona-Demo

Anklam / Lesedauer: 2 min

Ganz so friedlich, wie es zunächst den Anschein hatte, ging die dritte Montagsdemo in Anklam doch nicht vonstatten, wie die Polizei nun rückblickend bestätigt.
Veröffentlicht:04.01.2022, 10:32

Artikel teilen:

Insgesamt waren es doch rund 400 Teilnehmer, die sich am Montagabend im Anklamer Stadtgebiet zum mittlerweile dritten Protestzug gegen die Corona-Politik und deren Maßnahmen anschlossen, bestätigt Polizeisprecher Ben Tuschy auf Nordkurier-Anfrage. Da auch diesmal der Zug nicht offiziell angemeldet war und sich vor Ort auch kein Versammlungsleiter zu erkennen gab, bestimmte die Polizei die Wegführung des Montagsspaziergangs und leitete die Menschen über Nebenstraßen zunächst aus der Innenstadt heraus.

Etwa 100 Teilnehmer wollten Polizeikette durchbrechen

Eine Gruppe von etwa 100 Teilnehmern zeigte sich dabei an zwei Streckenabschnitten mit dem vorgegebenen Weg nicht einverstanden und versuchte die absperrende Polizeikette gezielt zu durchbrechen. Dabei gingen sie äußerst aggressiv vor, so der Polizeisprecher. Es kam zu einer Rangelei, während der ein Polizist durch einen Faustschlag ins Gesicht leichte Verletzungen davon trug. Ein weiterer Beamter wurde durch das Zünden von Pyrotechnik verletzt.

Die Übersicht: Knapp 10.000 Demonstranten in MV am 3. Januar

In der Leipziger Allee Höhe Schülerberg, wie auch am Steintor Höhe Baustraße mussten die Einsatzkräfte die Konflikte mit der gewaltbereiten Störergruppe auch durch den Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken lösen. Nach den Zwischenfällen konnte der Zug seinen Marsch in Richtung Ausgangspunkt auf dem Anklamer Marktplatz wieder fortsetzen. Die Personalien mehrerer gewalttätiger Teilnehmer wurden festgestellt und Strafanzeigen erstattet, so die Polizei.

Der Einsatz ist auch in diesem Video zu sehen, das auf Twitter gepostet wurde:

Bitte akzeptieren Sie die Marketing-Cookies um diesen Inhalt darzustellen.