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Vorgerichtliche Mahnung

Polizei warnt vor Fake-Anwaltskanzlei und Lotto-Firma

Ueckermünde / Lesedauer: 2 min

Achtung, falsch: Eine Fake-Anwaltskanzlei Schmidt und Kollegen verschickt „Vorgerichtliche Mahnungen” und fordert Geld. Die Polizei warnt vor den Betrügern.
Veröffentlicht:08.04.2022, 16:05

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Die Polizei warnt neben Enkel-Trick, Gewinnspiel-Betrügern und falschen Whatsapp-Nachrichten nun vor einer weiteren Betrugsmasche: In den letzten Tagen häufen sich demnach deutschlandweit die Meldungen über angebliche Schreiben mit dem Betreff „Vorgerichtliche Mahnung” einer Münchner Anwaltskanzlei. Die Betrüger lassen nichts unversucht, um Menschen in Vorpommern Geld aus der Tasche zu ziehen.

Die Polizei warnt abermals eindringlich davor, Geld auf fremde Konten zu überweisen. Mindestens drei Maschen sind aktuell im Umlauf. Bei der neusten geben sich Unbekannte als Anwälte aus. Mehrere Anzeigen sind bei der Polizei in Pasewalk und Ueckermünde in den vergangenen Tagen eingegangen, sagte Polizeisprecher Andrej Krosse am Freitag.

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Diese Münchener Anwaltskanzlei und Lotto-Firma gibt es nicht

"Die Meldungen über Schreiben mit dem Betreff 'Vorgerichtliche Mahnung' einer Münchner Anwaltskanzlei häufen sich." Privatpersonen erhalten einen Brief, in dem von einer Forderung in Höhe von 289,50 Euro einer Lottofirma die Rede ist. Gleichzeitig befindet sich ein Kündigungsschreiben und ein Formular für ein SEPA-Lastschriftmandat im Briefumschlag.

"Ermittlungen haben ergeben, dass die Anwaltskanzlei „Schmidt und Kollegen” in München (Maximilianstraße 34a, 80539 München) noch die „Euro Lotto Zentrale Euro Jackpot GmbH”nicht existierten'. Es handelt sich daher höchstwahrscheinlich um Betrug. Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass in dem Schreiben auch anders lautende Firmen als Adressaten oder Gläubiger erwähnt werden."

Wie zum Beispiel der falsche "Rechtsanwalt Kowalski" aus München, vor dem ebenfalls am Freitag die Verbraucherzentrale warnte. "Zahlreiche Verbraucher wandten sich hilfesuchend an die Beratungsstelle in Stralsund." Auch der angebliche Kowalski forderte exakt 289,50 Euro. "Praktischerweise bieten Rechtsanwalt Kowalski und sein Kollege Schmidt den Betroffenen zusätzlich an, für sie den tatsächlich nicht existierenden Vertrag zu kündigen", heißt es sarkastisch von der Verbraucherzentrale.

Die Rechtsanwaltskammer München habe sofort reagiert und erklärt, dass weder Kanzleisitz noch Anwälte in München zugelassen sind. Die Verbraucherzentrale rät: "Sollten Sie ein solches Schreiben erhalten, lassen Sie sich nicht verunsichern. Geben Sie keine Kontodaten preis und informieren Sie die Polizei." Die rät sogar davon ab, auch nur auf das Schreiben zu antworten. "Überweisen Sie auf keinen Fall Geld! Gehen Sie auf die Forderungen nicht ein! Erteilen Sie kein SEPA-Lastschriftmandat", betont Andrej Krosse.

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