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Schwarzarbeit

Razzia in Nagelstudios in Vorpommern

Vorpommern / Lesedauer: 1 min

Der Zoll kontrollierte zwei Studios in Vorpommern und fand illegal Beschäftigte. Die dürfen da nun nicht mehr arbeiten, was für ein Studio die sofortige Schließung bedeutete.
Veröffentlicht:06.02.2024, 14:05

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Nachdem der Zoll aus Stralsund zwei Nagelstudios in Vorpommern-Greifswald kontrolliert hatte, musste eines jetzt schließen. Es ging um den Verdacht der Schwarzarbeit, infolgedessen sechs Vietnamesen ohne gültige Aufenthaltserlaubnis in den Studios angetroffen wurden, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Sie kamen zur Bundespolizei nach Stralsund. Ein Studio musste dadurch wegen Personalmangels schließen, so die Behörde.

Bis zu einer halben Million Euro Strafe

Laut dem Hauptzollamt fand die Kontrolle am 1. Februar statt. Die sechs Arbeitnehmer wurden nach Aufnahme der Personalien entlassen und müssen sich nun bei der Ausländerbehörde melden. Gegen sie wurden u.a. Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthaltes eingeleitet. Die Strafe kann erheblich sein: "Illegale Ausländerbeschäftigung kann mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 500.000 Euro geahndet werden", so das Hauptzollamt. Wenn Sozialabgaben nicht abgeführt, Arbeitsentgelte vorenthalten oder veruntreut würden, handele es sich um eine Straftat, so die Behörde. Das kann mit bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug oder einer Geldstrafe bestraft werden. Bei besonders schweren Fällen drohe sogar eine Strafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren, so das Hauptzollamt.