StartseiteRegionalAnklamRettungsaktion für verirrte Babykatzen geht nicht für alle gut aus

Im Motorraum

Rettungsaktion für verirrte Babykatzen geht nicht für alle gut aus

Anklam / Lesedauer: 3 min

In einem Motorraum machten es sich etwa 8 Wochen alte Katzenbabys gemütlich. Der Einsatz erwies sich als schwieriger als gedacht, sodass die Feuerwehr zur Hilfe kommen musste.
Veröffentlicht:04.10.2023, 13:49

Artikel teilen:

Einen ungewöhnlichen Fund machte eine Frau am Sonnabend an ihrem Auto, welches sie über Nacht in der Parkallee abgestellt hatte. Vorbeiziehende Personen hatten womöglich ein Miauen aus dem Motorraum ihres Autos gehört und hinterließen einen Zettel, dass sich Katzen im Motorraum befinden könnten. Die Frau überlegte nicht lange und informierte die Tierrettung. Das Team um Vorsitzenden Klaus Kraft rückte also mit vier Mann an, um die Katzen zu retten.

Schwierige Rettungsaktion

Mit einem Endoskop suchten sie den Motorraum nach den Katzen ab. „Da haben dann vier etwa acht Wochen alte Kätzchen herausgeguckt“, erzählt Klaus Kraft. Ein Kitten konnten die Tierretter von oben sichern, eine zweite ergriff die Flucht. Die anderen beiden Kätzchen verkrochen sich bei der Rettungsaktion so weit nach unten, dass die Helfer sie nicht mehr erreichen konnten und die Freiwillige Feuerwehr Anklam zur Hilfe riefen.

Nachdem die Feuerwehr gekommen war, konnte das Auto angehoben und von unten nach weiteren Kitten gesucht werden.
Nachdem die Feuerwehr gekommen war, konnte das Auto angehoben und von unten nach weiteren Kitten gesucht werden. (Foto: Tierrettung / ZVG)

„Es dauerte nur fünf bis zehn Minuten nach der Alarmierung und die Einsatzkräfte waren da“, sagt Klaus Kraft. Für die Tierrettung ist der schnelle Einsatz der Feuerwehr nicht selbstverständlich, betont er. Die Feuerwehr habe nicht einmal gezögert, als die Tierrettung ihre Hilfe brauchte. Daher ist er dankbar, dass „Anklam immer vorn dabei ist, wenn es um den Tierschutz geht“. 

Auto auseinander gebaut

Mit zwei Fahrzeugen und zehn Männern unterstützte die Feuerwehr dann die Tierrettung beim Einsatz. So konnten sie die dritte Katze aus dem Auto befreien, dabei ergriff auch das vierte Kitten die Flucht. Um sicherzugehen, dass sich keine weiteren Katzen in dem Motorraum befanden, hoben sie das Fahrzeug mittels eines Hebekissens an und bauten den Unterfahrschutz des Autos ab, erklärt Remo Reinke, der mit Heiko Laß den Einsatz leitete. „Wir suchten also nochmal nach Katzen, aber da waren keine weiteren zu finden“, sagt Remo Reinke. 

Für alle Einsatzkräfte war der Einsatz schwierig und zeitaufwendig.
Für alle Einsatzkräfte war der Einsatz schwierig und zeitaufwendig. (Foto: Tierrettung / ZVG)

Die beiden gesicherten Kätzchen nahm die Tierrettung mit und brachte sie in eine Pflegestelle, wo sie jetzt „nochmal durchgecheckt und versorgt werden, bis sie in die Vermittlung gehen“, so Klaus Kraft. Um das Schicksal der anderen beiden Kitten weiß Klaus Kraft nur, dass eine in der Parkallee überfahren wurde. Die letzte verbliebene ist wohl von der Mutter geholt worden, vermutet der Tierretter. Die Tierrettung weist jedes Jahr wieder daraufhin, dass sich gerade in der kälteren Jahreszeit Katzen in warme Motorräume verirren können und daher Vorsicht geboten ist.