StartseiteRegionalAnklamStatt Kaufland kann hinterm Lidl bald Jysk oder ein Baumarkt stehen

Neues Baugebiet

Statt Kaufland kann hinterm Lidl bald Jysk oder ein Baumarkt stehen

Anklam / Lesedauer: 2 min

Wohnen, Gastronomie und Handel oder eine Seniorenwohnanlage: Am Anklamer Kleinbahnweg scheint einiges möglich – nur die Ansiedlung eines neuen großen Supermarktes ist vom Tisch.
Veröffentlicht:02.12.2023, 17:45

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Die Ansiedlung eines neuen großen Einkaufsareals samt Kaufland-Einkaufszentrum am Anklamer Kleinbahnweg ist spätestens mit der dritten Fortschreibung des Anklamer Einzelhandelskonzepts vom Tisch. Der Bedarf in der Stadt an solchen Einrichtungen sei schlichtweg gedeckt, Neuansiedlungen in diese Richtung also allenfalls schwierig bis nicht umsetzbar, so der Tenor des Papiers.

Mischung aus Handel, Gastronomie und Wohnen

Erfolgversprechender könnten da nun neue Pläne sein, die die Anklamer Stadtvertretung in ihrer kommenden Sitzung und der Bauausschuss bereits am kommenden Mittwoch, 6. Dezember, beraten sollen.

So ist mittlerweile von einer kleinteiligeren Bebauung am Kleinbahnweg hinter dem Lidl die Rede. Aus einem Anschreiben des Investors an die Stadt geht hervor, dass das gut 22 500 Quadratmeter große Areal künftig sowohl für die Wohnbebauung als auch für die Niederlassung von Handelsbetrieben genutzt werden könnte. Schon jetzt sei es laut Flächennutzungsplan als Mischgebiet ausgewiesen. Was fehlt, ist aktuell noch ein entsprechender Bebauungsplan für das Gebiet.

Erste Gespräche laufen schon

Bei der Auswahl der Handelsunternehmen orientiere man sich nun ebenfalls an dem Einzelhandelskonzept Anklams. So gebe es laut städtischem Konzept etwa noch Potenzial für einen weiteren Bau- und Gartenmarkt sowie für eine größere Ansiedlung des Möbelhändlers Jysk in der Stadt. Beides ist für den Investor auf seiner Flächen anscheinend denkbar. Gespräche seien zum Teil schon erfolgt oder sollen nach dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan geführt werden, heißt es.

Darüber hinaus sei auch eine neue gastronomische Einrichtung an dem Standort denkbar. Zudem gebe es bereits Kontakt zu einem Pflegedienst, der auf gut 5000 Quadratmetern eine Seniorenwohnlage mit einem parkähnlichen Außengelände betreiben möchte.

Entscheidung liegt bei der Stadtpolitik

Laut Investor könnte dieses Wohnangebot noch um zwei- bis dreigeschossige Stadtvillen mit je 8 bis 12 Wohneinheiten ergänzt werden, um so auch anderen Altersgruppen einen attraktiven Wohnort zu bieten.

Über das weitere baurechtliche Verfahren muss jetzt die Stadtpolitik entscheiden. Der Investor hat sich aber bereits erklärt, die anstehenden Planungskosten zu übernehmen.