StartseiteRegionalAnklamTanklaster steht auf der A20 quer

Sperrung

Tanklaster steht auf der A20 quer

Jarmen, Loitz / Lesedauer: 3 min

Dieser Schneemengen konnte auch der Winterdienst erstmal nicht Herr werden: Flockenwirbel und Glatteis haben für große Probleme und einige Unfälle gesorgt.
Veröffentlicht:29.11.2023, 16:51

Artikel teilen:

Ging der Winterauftakt am Dienstag noch relativ glimpflich aus für den Straßenverkehr in der Region Jarmen/Loitz, richteten Frau Holle und Väterchen Frost vor allem am Vormittag und bis in die Mittagszeit teilweise ein Chaos an. Auf der A 20 ereignete sich gegen 11 Uhr ein folgenschwerer Unfall mit einem Tank-Lastwagen samt Tank-Anhänger. Das Gespann war laut den Angaben von Andrej Krosse, Sprecher der Polizeiinspektion Anklam, in Fahrtrichtung Lübeck unterwegs, als sein Steuermann zwischen der Raststätte „Demminer Land“ und Jarmen aufgrund unangepasster Geschwindigkeit und Glätte die Kontrolle verlor.

Wintereinbruch am 29. November 2023 auf der L 35 zwischen Jarmen und Völschow.
Wintereinbruch am 29. November 2023 auf der L 35 zwischen Jarmen und Völschow. (Foto: Stefan Hoeft)

In der Folge sei der weitgehend leere Laster erst nach links gegen die Schutzplanke geraten und habe sich dann um fast 180 Grad gedreht, sein Anhänger blieb schräg dazu stehen. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon, doch wegen der Position des Havaristen und der Bergungsarbeiten wurde die Autobahn ab der Zufahrt bei Klempenow bis weit in den Nachmittag hinein gesperrt, musste die hier parallel verlaufende L 35 als Alternativroute dienen. 

Doch auch die stellte sich als tückisch heraus, bei Stresow beispielsweise gab es am Morgen gegen 9.30 Uhr sogar einen schweren Crash. Ein Pkw Peugeot geriet nach links von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Der 21-jährige Fahrer kam leicht verletzt ins Krankenhaus, der Sachschaden beträgt rund 15.000 Euro, wie der Presseverantwortliche berichtete. Wegen der Bergungsarbeiten sei die Strecke kurzzeitig sogar ganz dicht gewesen, erst gegen 11.15 Uhr hieß es wieder komplett freie Fahrt.

Der Straßendienst hatte am Mittwoch gut zu tun.
Der Straßendienst hatte am Mittwoch gut zu tun. (Foto: Stefan Hoeft)

Der Winterdienst konnte es angesichts des bereits am frühen Morgen einsetzenden heftigen Flockenwirbels trotz Dauereinsatz nicht durchgängig schaffen, die Bundes- und Landesstraßen gut von Schnee und Eis zu befreien. So rollten die meisten Kraftfahrer im Schneckentempo durch den Landstrich. Manche schlitterten sogar derart, dass sie von der Fahrbahn ab- oder nicht weiterkamen. Ein Bild, dass sich auch auf der Anschlussstelle der A 20 südlich der Peene zeigte, wenn von der Autobahn kommende Lastwagen an der rutschigen Steigung zur B 110 zu verzweifeln drohten.

Ein verrutschter Tanklaster sorgte auf der A20 für Ärger.
Ein verrutschter Tanklaster sorgte auf der A20 für Ärger. (Foto: Feuerwehr Jarmen)

Ansonsten gingen die witterungsbedingten Unfälle glücklicherweise mit Blechschäden aus und vermutlich wurde gar nicht jeder den Ordnungshütern gemeldet. Aktenkundig ist zumindest ein Doppel-Unfall auf der B 110 gegen 11 Uhr: Auf Höhe des Klärwerks bei Klein Toitin kollidierte erst ein Auto mit dem Voranfahrenden, dann bemerkte eine folgende Frau die Situation nicht rechtzeitig und geriet beim Bremsmanöver mit ihrem Pkw in den Straßengraben. In einem solchen mit der Motorhaube voran landete etwa zur gleichen Zeit auch ein Wagenlenker mit seinem Mercedes bei Kruckow. Und aus Loitz wurde zur Mittagszeit ein Fahrzeug gemeldet, dass sich beim Rutschen gegen eine Hecke einen 500-Euro-Schaden zuzog.