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Adventsmärkte

Volle Kraft voraus in Richtung Weihnachten im Peenetal

Jarmen, Trantow / Lesedauer: 4 min

Wer am ersten Dezember-Wochenende zünftig in den Advent starten wollte, fand dazu am mittleren Peene- und Tollensetal mehr als eine Handvoll Gelegenheiten. 
Veröffentlicht:04.12.2023, 19:18

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Was für ein Auftakt in die Vorweihnachtszeit: An beiden Tagen des ersten Dezember-Wochenendes gab es in den Amtsbereichen Jarmen-Tutow und Peenetal/Loitz gleich mehrere Anlaufpunkte für all jene, die nach einer öffentlichen Veranstaltung mit Adventsflair und entsprechenden Ständen suchten.

Fast immer sorgten dort lokale Akteure und deren Nachbarn für das Gelingen und ein Preisgefüge, welches sich klar unter denen der Vorbilder in den großen Städten bewegte. Dort erscheine das Vergnügen für eine normal verdienende mehrköpfige Familie kaum noch erschwinglich, wie Besucher dem Nordkurier mehrmals schilderten. Da kamen die hiesigen Angebote nicht nur bei jenen gut an, die weniger mobil sind. Und das gemütliche Zusammensein aller Generationen genossen die meisten ohnehin.

Am 2. Dezember 2023 lud Familie Köpnick zum Adventsmarkt in den ehemaligen Pferdestall auf ihrem Hof in Vorbein ein. 
Am 2. Dezember 2023 lud Familie Köpnick zum Adventsmarkt in den ehemaligen Pferdestall auf ihrem Hof in Vorbein ein.  (Foto: Stefan Hoeft)

Lieder im alten Pferdestall

Den Anfang machten der Loitzer Heimatverein, der in den „KulturKonsum“ einlud, und Familie Köpnick im Ortsteil Vorbein. Sie öffnete mal wieder ihren ehemaligen Pferdestall und hielt auch auf dem Hof einiges an Angeboten für die Adventsstimmung parat, sogar die passenden Lieder wurden gemeinsam gesungen. Bei der Betreuung der Gäste, die sich sozusagen die Klinke in die Hand gaben, griffen den Ausrichtern auch so einige andere Dorfbewohner unter die Arme.

Noch deutlich mehr los war ein paar Kilometer ostwärts in Trantow, wo die Gemeinde und der „Helenenhof“ am Klingenberg ihr „Weihnachtsleuchten“ zelebrierten. Anfangs wirkte die Resonanz darauf eher verhalten zum Vorjahr, aber am späteren Nachmittag füllte sich das Areal mit den Verkaufsständen und der ausgebauten Scheune zusehends.

Anfangs sah es wie hier noch recht licht aus auf dem Helenenhof in Trantow, doch am späteren Nachmittag herrschte dann dichtes Gedränge.
Anfangs sah es wie hier noch recht licht aus auf dem Helenenhof in Trantow, doch am späteren Nachmittag herrschte dann dichtes Gedränge. (Foto: Stefan Hoeft)

Lichterschein am Weihnachtshaus

Zum Einbruch der Dämmerung war die Zufahrtsstraße dann auf beiden Seiten mit Hunderten Fahrzeugen so zugestellt, dass die Leute sogar im Bereich der mehr als 400 Meter entfernten Bushaltestelle am Dorf parkten. Dass der größte Ansturm gegen 17 Uhr passierte, hatte einen guten Grund. Denn zu dieser Zeit lief der Countdown des benachbarten „Weihnachtshauses“ von Familie Vorbach aus, das Trantow mit seinem Lichterschein längst über die eigene Region hinaus bekannt gemacht hat. Wieder einmal gab es für die vielen Besucher auf deren Grundstück so einige neue Elemente zu bestaunen.

Auch der Saal des Jugendklubs in Bentzin lud zum Schnökern und Verweilen ein.
Auch der Saal des Jugendklubs in Bentzin lud zum Schnökern und Verweilen ein. (Foto: Stefan Hoeft)

Fast ins Staunen gerieten auch die Organisatoren des Vorweihnachtstrubels am und im Bentziner Jugendklub ob des großen Anklangs, den das vorwiegend von den Einheimischen auf die Beine gestellte Angebot in der Bevölkerung fand. So mancher schien die Klön-Runde bei Kaffee und Kuchen mitten im Ständeparcours entlang der Seitenwände des Saals gar nicht mehr verlassen zu wollen. Draußen gab es hingegen die eher herzhaften Sachen zum Essen und Gelegenheit, sich überdies am Feuer zu wärmen.

In Jarmen versteigerte Pastor Arnold Pett auf dem Alten Markt so einige Weihnachtspäckchen. 
In Jarmen versteigerte Pastor Arnold Pett auf dem Alten Markt so einige Weihnachtspäckchen.  (Foto: Stefan Hoeft)

Pastor versteigert Weihnachtsgeschenke

Eine Neuauflage erlebte auch der Adventsmarkt auf dem Alten Markt von Jarmen. Wo Pastor Arnold Pett nach dem Gottesdienst in der benachbarten Marienkirche gleich die nächste Hauptrolle übernahm: Er versteigerte einige im Voraus von „Spendern“ gepackte Weihnachtspakete. Der Erlös soll weiteren derartigen Veranstaltungen zugutekommen, so die Ankündigung. 

Die Auftritte der Kinder der Görminer Grundschule in der Kirche des Dorfes wurden von so einigen gefilmt und von noch mehr beklatscht.
Die Auftritte der Kinder der Görminer Grundschule in der Kirche des Dorfes wurden von so einigen gefilmt und von noch mehr beklatscht. (Foto: Stefan Hoeft)

Wie gut eine eigene Schule im Ort auch über die kurzen Wege hinaus ist, das bekamen die Görminer und ihre Gäste beim dortigen Weihnachtsmarkt vor Augen geführt. Schließlich gestalteten Schüler und Lehrer ein vielseitiges und viel beklatschtes Kulturprogramm in der Kirche. Doch auch draußen vor dem Kirchhof gab es einiges zu erleben und vor allem zu probieren und kaufen. Dort nämlich wartete auf alle ein großes Karree an Ständen, mittendrein ein kleines Lagerfeuer.  

Wer sich mit rot auskennt: Den Weihnachtsmann beim Görminer Adventsmarkt stellte übrigens die Feuerwehr. 
Wer sich mit rot auskennt: Den Weihnachtsmann beim Görminer Adventsmarkt stellte übrigens die Feuerwehr.  (Foto: Stefan Hoeft)