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Wie schmeckt eigentlich ein Kaffee für Caspar David Friedrich?

Preetzen/Greifswald / Lesedauer: 3 min

Kaffee zum Caspar-David-Friedrich-Jubiläum, ein erfolgreiches Messe-Debüt auf der Grünen Woche und viele Projektideen lassen die Röstfrau aus Preetzen nicht zur Ruhe kommen.
Veröffentlicht:06.02.2024, 18:14

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Zu seinem 250. Geburtstag ehrt die Hansestadt Greifswald 2024 einen ihrer berühmtesten Söhne, den Maler Caspar David Friedrich. Die Feierlichkeiten, Programme und Aktionen dazu sind über das komplette Jahr verteilt und schwappen im wahrsten Sinne des Wortes bis ins Anklamer Land hinein. Der Jubiläumskaffee zum Caspar-David-Friedrich-Geburtstag wurde nämlich von der Röstfrau aus Preetzen in der Gemeinde Neetzow-Liepen kreiert. 

Individuell auf Namensgeber abgeschmeckt

Dorit Wilinski ist in Vorpommern längst keine Unbekannte mehr. Die Kaffeesorten, die sie in ihrer kleinen Manufaktur röstet und zusammenmischt, werden bereits in mehreren Läden in der Region angeboten, wie beispielsweise beim Tortenbengel im Hofcafé Krüger in Anklam und in gleich vier Geschäften in der Universitätsstadt Greifswald, berichtet sie.  Aber auch bei Hoffesten und auf Märkten in der Umgebung ist sie ein regelmäßiger Gast.

Ihr Caspar David Friedrich-Kaffee ist nicht ihre erste Röstung, mit der sie einem berühmten Vorpommern gedenkt. So gibt es in ihrer Auswahl auch schon Kaffees, die sie der Greifswalder Dichterin Sybilla Schwarz, dem Universitätsgründer Heinrich Rubenow oder dem Anklamer Flugpionier Otto Lilienthal gewidmet hat. Wichtig sei ihr dabei, Sorte, Röstung und Geschmack ganz individuell auf die prominenten Namensgeber abzustimmen, berichtet die Kaffeeexpertin. 

Röstfrau Dorit Wilinski hat mit Lilienthal, Rubenow und Friedrich schon einigen berühmten Vorpommern einen Kaffee gewidmet.
Röstfrau Dorit Wilinski hat mit Lilienthal, Rubenow und Friedrich schon einigen berühmten Vorpommern einen Kaffee gewidmet. (Foto: Mareike Klinkenberg)

Die Lilienthal-Mischung komme dabei beispielsweise geschmacklich luftig, leicht und mit einer leichten Brise daher.  Für den Caspar-David-Friedrich-Kaffee, den sie schon weit vor dem runden Geburtstag des Künstlers entwickelt hat, verwendet sie dagegen eine einzige Arabica-Bohne, die Dorit Willinski mit den Begrifflichkeiten „romantisch, verträumt und melancholisch“ verbindet. Dieser Kaffee schmecke leicht beerig und schokoladig und sei außerdem ein Fairtrade-Produkt, was ihrer Meinung nach für diesen Kaffee ein wichtiges Attribut sei.

Gelungene Premiere bei der Grünen Woche

Pünktlich zum Friedrich-Jubiläumsjahr ist ihr Kaffee inzwischen in aller Munde, freut sich die Kaffeerösterin und findet in der Greifswalder Stadtinformation und im Regionalladen im Koeppenhaus regen Absatz. Vor wenigen Tagen hat sie außerdem die Hansestadt Greifswald an ihrem Messestand auf der Grünen Woche in Berlin mit ihrem Kaffee unterstützt und ist immer noch ganz begeistert von dem Gemeinschaftsgefühl, das dort vor Ort herrschte.

Im Vorfeld gab es für die Messe-Neulinge natürlich einiges vorzubereiten. „Ohne die Nachbarschaftshilfe von Lars und Ute Volkmer hätten wir es nie geschafft, die ganzen Probepäckchen abzufüllen und zu verpacken“, blickt die Rösterin auf die letzten arbeitsreichen Wochen zurück. Immer an ihrer Seite und tatkräftig dabei, ist auch Ehemann Kay, der sich gerade wieder um die neuesten Bestellungen der letzten Tage kümmert und den Kaffeenachschub verpackt. 

Neue Partner für gemeinsames Vorpommern-Gefühl

„Stolz wie Bolle“ sind die beiden insbesondere am Vorpommern-Tag gewesen, als sich die Region auch mit Unterstützung des Landkreises Vorpommern-Greifswald und vielen Protagonisten den Messegästen in Berlin präsentierte.  „Das war eine tolle Energie und das Vorpommern-Gefühl ist mehr als deutlich rübergekommen. Wir haben so viele Perlen hier in Vorpommern, kleine wie große“, berichtet Dorit Wilinski enthusiastisch und immer noch beseelt von den Eindrücken. Das hätte sie auch Landrat Michael Sack erzählt, den sie vor Ort kennengelernt hat. 

Auch ihr eigenes Netzwerk hätte sich auf der Grünen Woche um einige weitere Produzenten aus Vorpommern erweitert, mit denen sie sich auch zukünftig spannende Projekte vorstellen kann. Und das, obwohl sie aufgrund ihres Hauptberufes immer noch zwischen Berlin und Preetzen pendelt. Denn die Kaffeerösterei ist auch weiterhin ein Hobby, das sich derzeit in vielen kleinen Arbeitsschritten zum zweiten Standbein entwickelt und irgendwann einmal das komplette Leben der kaffeebegeisterten Röstfrau im vorpommerschen Preetzen erfüllen soll.