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Wohnhaus in Brand sorgt für stundenlangen Löscheinsatz

Loitz / Lesedauer: 2 min

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand weithin sichtbar Rauch über dem Wohnviertel. Große Flammen loderten aus dem Haus.
Veröffentlicht:04.12.2023, 10:03

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Flammenschein und Qualm sowie Blaulicht und Martinshorn waren am Montagmorgen der Wecker für viele Bewohner der Langen Reihe in Loitz. Denn wegen eines Brandes in der zweigeschossigen Hausnummer 43 rückten sämtliche Feuerwehren des Peenetal-Amtsbereiches an. Am Ende kamen ein Dutzend Fahrzeuge aus der Stadt und Düvier sowie von den Stützpunkten der umliegenden Gemeinden in Passow, Sassen und Trantow zusammen, besetzt mit insgesamt um die 45 Kameraden und Kameradinnen.

Feuerwehr schlägt Fenster für Löscheinsatz ein

Als die ersten der gegen 5:50 Uhr alarmierten Kräfte vor Ort eintrafen, schlugen aus dem Parterre bereits rückwärtig lichterloh die Flammen nach draußen, stand weithin sichtbar der Rauch über dem Viertel. Glücklicherweise handelte es sich um ein seit Jahren leerstehendes Wohnobjekt. Es gehört dem Vernehmen nach einem Eigentümer aus Berlin, der dort regelmäßig vorbei schaut.

Die Flammen schlugen auch in die obere Etage durch.
Die Flammen schlugen auch in die obere Etage durch. (Foto: Stefan Hoeft)

Vermutlich hatte das Feuer zur Zeit des Notrufs schon eine Weile gewütet, denn obwohl Einsatzleiter Tobias Knuth umgehend sowohl von hinten als auch von vorne einen Angriffstrupp unter Atemschutz in das Gebäude schickte, schaffte es der Brand noch in die obere Etage durchzuschlagen.

Scheiben mussten zum Löschen der Flammen eingeschlagen werden.
Scheiben mussten zum Löschen der Flammen eingeschlagen werden. (Foto: Stefan Hoeft)

Dadurch sah sich die Löschtruppe gezwungen, vom Korb der Drehleiter aus die Fenster zur Straßenseite einzuschlagen und durch diese Öffnungen dann die Flammen ins Visier des SLtrahlrohrs zu nehmen. Zumal die angekokelte Innentreppe als Risikofaktor für die Kameraden galt. Rund eineinhalb Stunden dauerte es, bis die größte Gefahr gebannt und klar war, dass ein Übergreifen aufs Dachgeschoss oder gar den Dachstuhl abgewendet werden konnte. 

Anwohner unterstützen Kameraden mit Tee und Kaffee

Weil die Rauchentwicklung allerdings nicht gänzlich stoppte und die Wärmebildkameras nach wie vor unnatürliche Temperaturen aus dem Bereich der Zwischendecke zeigten, entschlossen sich die Verantwortlichen, das Ganze aufbrechen zu lassen, um die dort vermuteten Glutnester aufzuspüren und zu ersticken.

Weshalb der Einsatz noch weiter über die Morgendämmerung hinaus andauerte. Das war auch angesichts der eisigen Außentemperaturen keine einfache Sache für die Männer und Frauen in den roten Blaulichtwagen.

Anwohner brachten den Feuerwehrleuten Heißgetränke vorbei, auch die Verwaltung lieferte Kaffee und Tee
Anwohner brachten den Feuerwehrleuten Heißgetränke vorbei, auch die Verwaltung lieferte Kaffee und Tee (Foto: Stefan Hoeft)

Um so mehr freuten sie sich über die vielen Anwohner, die schnell mit Tassen und Kannen voller Tee und Kaffee anrückten und den Rettern teils sogar selbst einschenkten. Sogar Süßigkeiten gab es. Auch die ebenfalls vor Ort befindliche Bürgermeisterin Christin Witt und ihre Verwaltung reagierten umgehend, brachten aus dem Rathaus weitere Heißgetränke in die Lange Reihe. Die Feuerwehr selbst mobilisierte obendrein ihren Betreuungszug, um später ein Frühstück für alle bereit zu halten.