Bundesliga

0:5 schnell abgehakt: Turbine legt Fokus auf Köln–Spiel

Wolfsburg/Berlin / Lesedauer: 2 min

Das kommende Spiel besitzt für Turbine Potsdam Final–Charakter. Doch selbst mit einem Sieg gegen Köln bleibt die Ausgangslage im Kampf um den Klassenerhalt ziemlich aussichtslos.
Veröffentlicht:17.03.2023, 21:39
Aktualisiert:21.03.2023, 05:50

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Bei Frauen–Bundesligist Turbine Potsdam ist die erwartete Niederlage gegen Wolfsburg schnell zur Nebensache geworden — der Fokus liegt beim abgeschlagenen Tabellenletzten auf den kommenden Partien. „Für alle ist klar, dass das Spiel am Dienstag wichtiger ist, als das heute“, sagte Turbine–Torhüterin Anna Wellmann nach der 0:5–Niederlage beim Double–Gewinner VfL Wolfsburg und vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln (19.00 Uhr/Magentasport). „Ich denke, wir können viele positive Dinge mitnehmen. Die Mentalität, die Einstellung, mit der wir uns heute in die Zweikämpfe gehauen haben, spricht für sich. Genauso wollen wir Köln angehen“, sagte Wellmann.

Über eine Stunde hatte sich die in der Winterpause neuformierte Mannschaft, die nach 14 Spielen lediglich einen Punkt aufweist, beim hohen Favoriten tapfer geschlagen und nur den Treffer durch die frühere Turbine–Spielerin Felicitas Rauch (27. Minute) zugelassen. Erst in der Schlussphase spielte der Tabellenführer seine Qualität aus und kam durch Lena Lattwein (67.), Alexandra Popp (72. und 90.+1) sowie Dominique Jansen (86.) zum standesgemäßen Erfolg.

„Diese Topmannschaft hat uns heute ganz klar aufgezeigt, was bei uns überhaupt nicht funktioniert. Das geht schon im Passspiel los. Unser erster Kontakt war teilweise unterirdisch“, sagte Co–Trainer Dirk Heinrichs, der mit dem neuen Coach Marco Gebhardt ein Trainerduo bildet, „die Quittung dafür haben die Mädels bekommen und gemerkt, dass wir gegen eine solche Qualitätswucht nicht über 90 Minuten bestehen können.“

Gegen den Tabellen–Zehnten 1. FC Köln, der mit elf Punkten den ersten Nichtabstiegsplatz belegt, ist deshalb am Dienstag ein Sieg nötig, um zumindest einen Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt zu bewahren. Denn nach der Nachholpartie gegen die Damen aus der Domstadt kommen mit dem SV Meppen, der SGS Essen und Bayer Leverkusen zwar noch drei weitere abstiegsgefährdete Mannschaften ins Karl–Liebknecht–Stadion, doch selbst neun Punkte aus drei Spielen würden nicht reichen, um den Abstieg abzuwenden.

Und selbst mit einem Erfolg gegen Köln müsste wohl auch noch der eine oder andere Zähler aus den Partien bei den Spitzenmannschaften SC Freiburg, in Hoffenheim, gegen Eintracht Frankfurt oder bei Bayern München anfallen, da auch die Teams vor Turbine punkten werden. „Wir müssen uns jetzt weiterentwickeln. In der ersten Halbzeit haben wir ein paar gute Dinge gesehen“, sagte Heinrichs, „für uns zählt jetzt das nächste Spiel und das müssen wir wieder annehmen.“