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Hansa-Fan prügelt Hertha-Fan tot – Urteil nun rechtskräftig

Leipzig /Berlin / Lesedauer: 1 min

Der Angeklagte hatte dem Familienvater mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Hertha-Fan schlug mit seinem Kopf auf dem Asphalt auf und verstarb später an den Verletzungen.
Veröffentlicht:04.12.2023, 12:09

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Eineinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines Hertha-Fans ist das Urteil gegen einen Rostocker rechtskräftig. Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs in Leipzig (BGH) habe die Revision des Angeklagten verworfen, da die Überprüfung des Urteils keinen Rechtsfehler zu seinem Nachteil ergeben habe, teilte das Gericht am Montag mit.

Familienvater wollte weitergehen - Rostocker schlug zu

Das Landgericht Berlin hatte den damals 25-Jährigen im März wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Zudem soll er 10.000 Euro an die Hinterbliebenen zahlen.

Der Angeklagte hatte vor Gericht zugegeben, den 55-Jährigen im Mai vergangenen Jahres nach dem Fußball-Relegationsspiel zwischen Hertha BSC und dem Hamburger SV im Berliner Olympiastadion mit der Faust ins Gesicht geschlagen zu haben. Von der Polizei hieß kurz nach dem Vorfall, der Fahrer eines Wagens mit Rostocker Kennzeichen und der Hertha-Fan sollen nach dem Spiel im Kreuzungsbereich der Rominter Allee und der Olympischen Straße in Streit geraten sein.

Als der 55 Jahre alte Hertha-Fan weitergehen wollte, habe ihn der Beifahrer des Wagens, der ein Oberteil mit dem Vereinslogo von Hansa Rostock getragen haben soll, geschlagen. Der 55-Jährige stürzte, schlug mit dem Kopf auf der Straße auf und erlitt die schweren Verletzungen.

Der Berliner Familienvater war laut Ermittlungen ungebremst zu Boden gefallen und mit dem Hinterkopf auf dem Asphalt aufgeschlagen. Er erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und starb einen Monat später in einem Krankenhaus.