StartseiteRegionalDemminTourismuskonzept Tollense: Was sagen die Gemeinden?

Neue Ideen

Tourismuskonzept Tollense: Was sagen die Gemeinden?

Altentreptow / Lesedauer: 2 min

Die Ergebnisse des Tourismuskonzeptes für die Tollense-Region liegen vor. Sie sollen als Grundlage dienen, um für das Amt Treptower Tollensewinkel eine Dachmarke zu entwickeln. 
Veröffentlicht:08.02.2024, 05:30

Artikel teilen:

Um den sanften Tourismus im Amtsbereich zu etablieren, hat sich die Amtsverwaltung dafür starkgemacht, dass auch der Bereich der Tollense, der von Altentreptow bis zur Burg Klempenow führt, in dem neuen Tourismuskonzept für die Tollense-Region berücksichtigt wird.

Interaktives Kulturregister

„Das Potenzial ist definitiv vorhanden. Aber wir können den Tourismus in der Region nur gemeinsam mit anderen Partnern voranbringen“, betonte Britta Freese aus der Stabsstelle für Verwaltungsleitung beim jüngsten Amtsausschuss. 

So würden die Initiatoren des KwiT-Projektes (Kulturwirtschaft im Tollensetal) vom Schloss Broock bereits intensiv daran arbeiten, ein interaktives Kulturregister in Form einer digitalen Karte zu erstellen. Dort sind dann künftig alle Vertreter des Tollensetals aus den Bereichen Gastronomie und Beherbergung, naturnaher Tourismus sowie Kultur- und Veranstaltungswirtschaft zu finden. 

In der finalen Fassung des Konzeptes, das von der Stadt Neubrandenburg beauftragt und finanziert wurde, findet sich auch die bronzezeitliche Ausgrabungsstätte bei Weltzin wieder. Mit der Entscheidung der Landesregierung, im Altentreptower Mühlenspeicher eine Außenstelle des geplanten Archäologischen Landesmuseums in Rostock einzurichten, sei ein weiterer großer Schritt für die touristische Erschließung genommen worden, so Freese. 

Jetzt Ansprechpartner gesucht

Darüber hinaus soll sich gerade für Radfahrer, Wanderer sowie Wasserwanderer durch den Ausbau des Streckennetzes und der entsprechenden Infrastruktur in der Zukunft auch im Amtsbereich einiges verbessern. 

Doch bevor der Amtsausschuss definiert, welche touristischen Maßnahmen aus dem Konzept bei der Umsetzung Priorität haben, sollen vor allem auch die Gemeinden, die an der Tollense liegen, die Chance bekommen, sich zu positionieren. „Es wäre schön, wenn sich aus jeder Gemeinde ein Ansprechpartner findet, der in der noch zu bildenden Arbeitsgruppe mitarbeiten möchte. Das müssen nicht unbedingt die Bürgermeister oder Gemeindevertreter sein“, betonte Freese. 

Klärung von Zielgruppen wichtig

Es sei wichtig, zu klären, was mit dem Tourismus konkret erreicht werden soll, welche Zielgruppen man ansprechen will und wo die Alleinstellungsmerkmale in der Region liegen. Neben markanten Sehenswürdigkeiten wie Kirchen, Burgen, Schlössern, Naturdenkmälern oder der Eiszeitroute, die sich durch den Amtsbereich zieht, könnten auch die vielen Windräder dazu zählen.

Allerdings sind die bestehenden Anlagen weder begehbar noch verfügen sie über eine Aussichtsplattform für Besucher. "Das sollte man ansetzen und die Windbauer neuer Anlagen auf diese touristische Nutzungsmöglichkeit hinweisen", merkte Roman Krepelin an.

Eine eigene Dachmarke entwickeln

Angedacht ist für das Amt eine eigene Dachmarke zu entwickeln, um die vielen, schon vorhandenen touristischen und kulturellen Angebote in den Gemeinden nach außen hin besser vermarkten zu können.

„Wir müssen die Leute, die in unsere Region kommen, abholen und sie gezielt auf Restaurants, Übernachtungsmöglichkeiten oder Ausflugsziele aufmerksam machen. Das geht aber nur, wenn wir dazu eine Übersicht aus allen Gemeinden haben“, so Freese.

Wie aus der Mitteilungsvorlage für den Amtsausschuss hervorgeht, haben die Gemeinden noch bis Freitag, 16. Februar Zeit, eine Person für die Arbeitsgruppe zu benennen, die sich genau damit beschäftigt.