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Krise

Baustoffmangel sorgt für Zwangspause am Loitzer Hafen

Loitz / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Loitz trifft damit die Krise in der Baubranche nicht zum ersten Mal. Auch andere Bauprojekte wurden aus diesem Grund zurückgestellt.
Veröffentlicht:16.02.2023, 10:12

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Alle Räder stehen still, wenn nicht ausreichend Arbeitsmaterialien zur Verfügung stehen. Dieser Umstand trifft auch auf die Baustelle am Loitzer Hafen zu. „Es fehlt auch an dieser Stelle gerade das Holz für weitere neue Dalben. Acht sind fertig. Das sind längst noch nicht alle, die ersetzt werden müssen”, sagte die Loitzer Bauamtsleiterin Liane Janssen in dieser Woche.

Doch die leitende Mitarbeiterin der Loitzer Stadtverwaltung machte auch keinen Hehl aus ihrem Unmut: „Es ist einfach so ärgerlich gerade. Kein Projekt kann aufgrund der Material-Schwierigkeiten, die es gerade überall gibt, so durchgezogen werden, wie geplant.“

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Lage in der Baubranche weiter angespannt

Ihre Kritik ziele dabei überhaupt nicht auf die einzelnen Firmen ab, sondern auf die „allgemein angespannte Lage auf dem Baustoffmarkt“. Die mache es einfach schwer und erfordere von allen an Bauprojekten Beteiligten jede Menge Geduld. Die Dalbensanierung ist nur ein Beispiel dafür, wie angespannt die Lage derzeit auf dem Bausektor ist.

Auch der Startschuss für die Errichtung des Mehrgenerationenquartiers in Loitz wurde zunächst auf Eis gelegt. Aufgrund gestiegener Kostenschätzungen war die derzeitig veranschlagte Investitionssumme um zwei Millionen in die Höhe geschnellt. Wie berichtet, wollte der Investor des Projekts, die Stadtwerke Loitz als Tochtergesellschaft der Stadt dieses hohe Risiko nicht eingehen.

Neuer Markt in Jarmen wird umgestaltet

Im Nachbaramt Jarmen-Tutow stehen diese Art von Problemen derzeit offensichtlich nicht an: „Wir haben an dieser Stelle gerade Glück. Unser größtes Bauprojekt in der Stadt ist derzeit das Rathaus. Dort gibt es keine Verzögerungen durch Materialknappheit“, sagte Verwaltungschef André Werner gestern auf Nordkurier-Nachfrage. Der Dienstleister, mit dem sie bei der Umsetzung dieses ambitionierten Vorhabens zusammenarbeiten, habe sehr gute Vorarbeit geleistet. Zudem würden in nächster Zeit in Jarmen keine weiteren größeren Maßnahmen anstehen.

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„Wir wollen zwar unseren Neuen Markt umgestalten. Doch dafür benötigen wir dann keine größeren Baustoffmengen, so dass wir auch bei diesem Projekt wohl keine Sorgen zu befürchten haben“, schaut Jarmens Bürgermeister dem nächsten Vorhaben in Sachen Verschönerung der Peenestadt entspannt entgegen.