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Raststätte für Wasserwanderer

Bekommt Altentreptow ein Café am Randkanal?

Altentreptow / Lesedauer: 2 min

Angeblich soll in Altentreptow eine Art Raststätte für Wasserwanderer entstehen. Die Lage wäre auf jeden Fall ideal dafür. Doch was steckt wirklich dahinter?
Veröffentlicht:22.02.2023, 07:11

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„Elektro– und Wärmetechnik“ ist auf dem ausgeblichenen Schild über der braunen Eingangstür zu lesen. Dabei steht der Flachbau in der Altentreptower Wallstraße, in dem einst die Familie Pommerenke ihren Geschäftssitz hatte, schon seit Mitte der 90er–Jahre leer.

Gerücht macht in der Stadt die Runde

Wer einen Blick durch die mit Graffiti beschmierten Schaufenster wirft, entdeckt nichts weiter als jede Menge Schutt und Unrat auf dem Boden. Direkt neben dem sanierungsbedürftigen Gebäude sind allerdings deutliche Veränderungen zu erkennen. Die über lange Zeit verwilderte Fläche wurde zur Straße hin abgesteckt und mit schwerem Gerät beräumt, an der Seite liegt ein großer Haufen Holzhackschnitzel.

Wie der Nordkurier aus Gesprächen mit Lesern erfuhr, macht in Altentreptow derzeit ein Gerücht die Runde, wonach der neue Eigentümer mit dem Gedanken spielt, dort ein neues gastronomisches Angebot zu schaffen. Bei einer spontanen Vor–Ort–Besichtigung am Dienstag war allerdings niemand auf dem Gelände anzutreffen. In den Fachausschüssen scheint über dieses Bauvorhaben bislang ebenfalls nicht gesprochen worden zu sein. „Davon höre ich zum ersten Mal. Ich weiß nur, dass das Gebäude samt Grundstück seit einiger Zeit einen neuen Besitzer hat. Die Lage am Randkanal ist aber wirklich optimal, um dort ein touristisches Angebot zu entwickeln“, findet der Bauausschussvorsitzende Roman Krepelin (Altentreptower Wählergemeinschaft). Denn nur wenige Schritte hinter dem Haus befindet sich ein Anlegesteg für Kanuten.

Noch keine Lösung für Gastronomie am Klosterberg

Tatsächlich ist an dem Gerücht etwas Wahres dran. „Ja es stimmt, hier soll in Zukunft ein kleines Café entstehen. Wir sind von dieser Idee sehr begeistert, weil sie mit dazu beiträgt, den Wasser–Wandertourismus in der Region zu stärken“, bestätigte Bürgermeisterin Claudia Ellgoth (parteilos) auf Nachfrage. Doch bevor in den ehemaligen Elektroladen neues Leben einziehen kann, gibt es am und im Gebäude ohne Zweifel viel zu tun. Somit ist es nach jetzigem Stand wohl eher unwahrscheinlich, dass Touristen schon in diesem Sommer am Randkanal bei Kaffee und Kuchen Rast machen können.

Was die gastronomische Versorgung auf dem Klosterberg betrifft, sei ebenfalls noch keine endgültige Lösung für die kommende Saison gefunden worden, wie der Vorsitzende des Klosterbergbeirats Theo Hadrath (CDU) bei der jüngsten Sitzung mitteilte. Die Verwaltung hatte zwar angeregt, den Kiosk in der Mehrzweckhalle in Abstimmung mit dem derzeitigen Pächter auch außerhalb von Sportveranstaltungen zu öffnen. Aber ob sich das personell überhaupt realisieren lässt, müsse erst noch geprüft werden.