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Demminer Bürgermeister will Jugend in Stadtpolitik einbinden

Demmin / Lesedauer: 3 min

Die Demminer Jugend soll sich in der Stadt stärker mit einbringen. Bürgermeister Thomas Witkowski regte deshalb die Bildung eines Jugendparlamentes an.
Veröffentlicht:11.07.2023, 10:09

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„Jugend im Rathaus 1.0“ hieß eine Veranstaltung, zu der die Hansestadt Demmin gemeinsam mit dem Jugendzentrum Friesenhöhe eingeladen hatte. Anlass gab der Abschluss des Projektes „Das Sofa“ sowie der offizielle Auftakt des „Jugendfonds der Partnerschaft für Demokratie Demmin“.

Elf Jugendliche aus drei verschiedenen Demminer Schulen folgten der Einladung und nutzten das ungewöhnliche Format, um über ihre Ideen für Jugendliche und Möglichkeiten der Mitgestaltung ins Gespräch zu kommen.

„Projekt Sofa“ mit Gesprächsangebot

„Wir wollen mit dieser Veranstaltung zeigen, dass Jugendliche in Demmin mitbestimmen können“, sagt Wibke Seifarth, Mitarbeiterin des Jugendzentrums Friesenhöhe. Seit Herbst 2021 war sie verantwortlich für das Projekt Sofa. Sein Anliegen war es, Jugendlichen in der Hansestadt ein offenes Gesprächsangebot zu unterbreiten, um deren Wünsche und Ideen sichtbar zu machen.

Bürgermeister Thomas Witkowski, der die Jugendlichen offiziell im Rathaus begrüßte, schätzte das Projekt als Form der Jugendbeteiligung. Auch er selbst war zweimal Gesprächspartner auf dem Sofa und nahm die gesammelten Ideen zum Projektabschluss entgegen. Witkowski regte an, in Demmin ein Jugendparlament zu etablieren, um die Anliegen dort zu platzieren, wo sie hingehörten — in der Demminer Stadtvertretung. Dafür werde er sich in seiner Amtszeit einsetzen.

Das Sofa bot auch bei seiner letzten offiziellen Station im Rathaus einen gemütlichen Rahmen für die jugendlichen Gäste. Positiv überrascht zeigten sich einige Teilnehmerinnen über die lockere Atmosphäre, bei der man sich kennenlernen konnte und leckere Verpflegung zur Verfügung stand. Eine Teilnehmerin war besonders vom Beitrag der Neubrandenburger Gäste beeindruckt. Diese berichteten von der Arbeit ihres „Offenen Jugendforums“ und ersten erfolgreichen Projekten, wie einem mobilen Partybauwagen und einem selbstorganisierten Fußballturnier.

Jugendfonds bietet Unterstützung

Der Jugendfonds der Partnerschaft für Demokratie Demmin schafft dafür ab sofort deutlich bessere Möglichkeiten: „Nun braucht es euch Jugendliche, die sich engagieren und etwas verändern wollen“, betonte Wibke Seifarth. „Der Jugendfonds bietet dafür Unterstützung und das nötige Geld für Eure Ideen.“

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Wenn auch einige der Gäste skeptisch waren, ob Jugendbeteiligung in Demmin so wie in Neubrandenburg gelingen kann — eine legale Graffitiwand war für viele von ihnen ein dringender Wunsch, der bald Realität werden könnte. Erste Vorschläge dafür wurden bereits gesammelt und Gespräche mit der Stadtverwaltung geführt. Im Herbst soll dann ein Jugendbeirat gebildet werden, der regelmäßig zusammenkommt und über die Verwendung des Jugendfonds bestimmt. Erste Interessierte haben sich bereits angekündigt.

Ansprechpartnerin für den Jugendfonds ist Wibke Seifarth. Sie ist im Jugendzentrum Friesenhöhe, unter der Telefonnummer 0176 70529890 sowie per Email [email protected] erreichbar.