StartseiteRegionalDemminDemminer Museum – Tausende Exponate und noch keine Lösung

Hohe Kosten

Demminer Museum – Tausende Exponate und noch keine Lösung

Demmin / Lesedauer: 2 min

Mit der Übernahme des Museumsfundus steht die Stadt auch vor der Frage, was nun mit Archivmaterial geschehen soll. Klar ist aber: es kann teuer werden.
Veröffentlicht:05.02.2023, 12:43

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16 000 gegenständliche Objekte, rund 10 000 Fotografien, 10 000 Bücher und mindestens 1000 Archivmaterialien – mit der Übernahme des Fundus des ehemaligen Kreisheimatmuseums, sitzt die Hansestadt auf einer beachtlichen Anzahl an Exponaten. Das Problem: Längst nicht alles davon ist für Ausstellungen geeignet. Heißt, es muss sondiert und im Zweifel aussortiert werden.

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Kaum Chancen auf schnelle Einigung

Ein Punkt, der dem Demminer Heimatverein obliegt, welcher sich darüber hinaus für eine Teilung des Fundus ausspricht. Konkret geht es dem Vereinsvorsitzenden Karsten Behrens um eine strikte Trennung von Museum und Archiv. Die Chancen, dass Demmin in absehbarer Zeit für beides eine Lösung finde, seien aktuell aber überschaubar. „Es ist noch nichts gesetzt, wie wir als Stadt damit umgehen“, sagt Bürgermeister Thomas Witkowski (CDU). So sei das Bestreben zunächst in erster Linie, mit dem Fundus in seiner Gesamtheit zu arbeiten.

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Der Stadt drohen hohe Kosten

Tatsächlich hätte die Einrichtung eines Archivs deutliche Auswirkungen. Denn anders als ein Museum gehören archivarische Aufgaben zu den Pflichtaufgaben einer Kommune. Heißt, ob es am Ende genutzt wird oder nicht, die Stadt müsste konsequent Mittel dafür bereitstellen. Zudem wäre ein Personalaufbau erforderlich. „Ob das realisierbar ist, wird sich 2023 noch nicht endgültig klären“, so der Bürgermeister.