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Baustelle

Diese Stadt wird durch eine Vollsperrung zum Nadelöhr für Autofahrer

Loitz / Lesedauer: 3 min

Tiefbauarbeiten und die Enge der Fahrbahnen führen zu einer Vollsperrung, die den Loitzer Einbahnstraßen-Modus zwischen Peene und Innenstadt mächtig durcheinander bringen wird.
Veröffentlicht:02.12.2023, 07:02

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Voraussichtlich ab Montag, 4. Dezember, ist in der Peenestraße in Loitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald)  kein Durchkommen mehr, zumindest am Ende des Abschnitts zwischen dem sogenannten kleinen Markt an der „Spiegelkurve“ und der Zufahrt zur nach Westen führenden Heilgeiststraße. Denn an seinem Ende müssen umfangreichere Tiefbauarbeiten stattfinden, um ein dort neu- beziehungsweise ausgebautes Wohn- und Geschäftshaus mit den nötigen Ver- und Entsorgungsleitungen zu verbinden, wie Sebastian Raus, Geschäftsführer der Stadtwerke, dem Nordkurier erläuterte.

Arbeiten sollen eine Woche dauern

Das kommunale Unternehmen ist selbst an diesem Vorhaben beteiligt, weil es für den Bereich Trinkwasser und Abwasser im Ort verantwortlich zeichnet. Doch auch der regionale Energieversorger beziehungsweise dessen Auftragnehmer für solche Arbeiten sitzen mit im Boot, um in diesem Zuge gleich die Strom- und Gasleitungen in die Erde zu bringen. 

Grafik Sperrung Loitz
(Foto: Nordkurier-Grafik)

Bis zum Freitag, 8. Dezember, soll demnach alles erledigt sein. Die Abstimmungen im Vorfeld und der Terminplan dafür inklusive der verkehrsrechtlichen Anordnung seien durchaus sportlich, so der Stadtwerke-Chef. Obendrein scheint der Einfluss des Wetters derzeit schwer abzuwägen. Klirrende Kälte oder große Mengen von Schnee könnten die Handwerker ziemlich beeinträchtigen. Doch letztlich dürfte es ein Glücksfall gewesen sein, nicht wie anfangs anvisiert schon zum Ende dieser Woche den Startschuss gegeben zu haben. Erstens wäre die Vollsperrung damit übers Wochenende gegangen und zudem alles genau in den jüngsten heftigen Wintereinbruch geraten. Der schon so genug Schwierigkeiten für den Verkehr bedeutete.

Einbahnstraßenregelungen werden geändert

Während der Bauarbeiten müssen sich die Wagenlenker auf einige gravierende Veränderungen einstellen, machte Sebastian Raus klar. In Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde beim Landkreis werde für die Zeit der Bauarbeiten die Peenestraße, über die sonst das Gros der Fahrzeuge von der Altstadt und innerörtlichen Hauptstraße in Richtung Fluss und Hubklappbrücke rollt, komplett für den Durchgangsverkehr gesperrt. Der soll stattdessen über die Schlossbergstraße, Am Mühlenteich und die Straße am Hafen vorbei zur besagten Peene-Querung geführt werden. Sprich auf jener Strecke, die als L 261 in der Gegenrichtung den Verkehr von der Peene wegleitet. Weil das letztgenannte Stück aber eigentlich für diese Richtung gesperrt ist, werde die Einbahnstraßen-Beschilderung demontiert beziehungsweise verdeckt, so die Ankündigung. 

Gleichzeitig mache sich eine Ampel-Steuerung des Verkehrs im und um den Knotenpunkt von der Hafenstraße und der am Mühlenteich erforderlich, wo überdies die Mühlenstraße abzweigt. Denn wegen der teilweisen Enge der Fahrbahnen und der schlechten Einsehbarkeit ihres Verlaufes befürchten die Verantwortlichen sonst ein Chaos und sogar Unfälle. Das soll die alle drei Straßen umfassende Lichtsignalanlagen-Kombination verhindern.

Achtung: Vorfahrt gewähren

Darüber hinaus verliert die Peenestraße für diese Tage ab der Einmündung der Mühlenstraße das Durchfahrtsverbot von der Peene stadteinwärts. So nämlich können die Anlieger „hinter“ der Baustelle trotzdem ihre Grundstücke und Häuser erreichen. Wieder weg von dort kommen sie dann in der üblichen umgekehrten Richtung oder über die Heilgeiststraße, die ebenfalls eine Einbahnstraße ist und zur Ortsdurchfahrt führt. Eine neue Vorrangrregel bringt das Provisorium auch noch mit: Weil das Gros des Verkehrs nun um die Kurve von der Brücke zum Hafen läuft, müssen alle Autos, die die Peenestraße abwärts rollen, dort Vorfahrt gewähren. 

„Das sollte eigentlich zu machen sein“, kommentierte Stadtwerke-Chef Raus die für die Maßnahmen anvisierten fünf Tage. Jedenfalls unter normalen Umständen. Sollte das Zeitfenster nicht ausreichen, wäre das aber zumindest von Seiten des Landkreises erst mal kein Problem: Die verkehrsrechtliche Anordnung für die Sperrung reicht sogar über mehr als zwei Wochen - vom 29. November bis 15. Dezember.