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Naturerlebnisbad Biberburg

Endlich wieder schwimmen – aber bitte mit Abstand!

Demmin / Lesedauer: 2 min

In der Demminer „Biberburg“ sind die Vorbereitungen für den Saisonstart bereits in vollem Gange. Doch Badespaß unter Corona-Auflagen – geht das überhaupt?
Veröffentlicht:27.05.2020, 06:31

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Den 6.  Juni können sich alle Wasserratten aus Demmin schon einmal dick im Kalender anstreichen. Denn dann soll das beliebte Naturerlebnisbad Biberburg in seine 16. Saison starten. Allerdings geht auch dort der Schutz der Mitarbeiter und Gäste vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus vor, wie Ordnungsamtsleiter Jörg Küthe dem Nordkurier erklärte.

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So sieht das von der Stadt in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt erarbeitete Sicherheits- und Hygienekonzept vor, dass sich maximal 400 Gäste gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten dürfen. „Für Personen, die nicht dem demselben Hausstand angehören, gelten die bekannten Abstandsregeln. Nicht nur auf den Liegewiesen, sondern auch in den Schwimmbecken“, macht Küthe deutlich. Hinweisschilder im Eingangsbereich und Lautsprecherdurchsagen sollen die Demminer an diese Vorgaben erinnern. Sammelumkleiden bleiben vorerst geschlossen, auch die Duschen im Innenbereich können aufgrund der Einschränkungen nicht benutzt werden.

Genug Platz für Einhaltung des Abstandsgebots – hoffentlich

Doch lässt sich der Mindestabstand am und im Wasser bei einem drei Hektar großen Areal überhaupt kontrollieren? Der Ordnungsamtsleiter gibt sich optimistisch. „Es kommen erfahrungsgemäß nicht mehrere Hundert Menschen auf einmal ins Freibad. Der Besucherstrom verteilt sich über den ganzen Tag. Deswegen denken wir zumindest in der Anfangsphase nicht darüber nach, zusätzliches Personal einzusetzen“, sagt Küthe.

Wer nach dem Baden Hunger bekommt, muss trotz Auflagen nicht auf einen kleinen Imbiss verzichten. „Wie schon in den vergangenen Jahren wird uns der Betreiber des Kiosks auch in dieser Saison wieder unterstützen. Speisen und Getränke dürfen allerdings nur am Liegeplatz verzerrt werden“, stellt der Ordnungsamtsleiter klar.

Wasser wird ständig gereinigt und aufbereitet

Doch wie verhält es sich nun mit der Frage der möglichen Ansteckungsgefahr beim Schwimmen? Laut Umweltbundesamt werden die neuartigen Coronaviren nicht über das Badewasser übertragen, da es in der Regel ständig gereinigt und aufbereitet wird – so auch in der Biberburg. „Ein spezielles System aus 1600 Quadratmetern Pflanzenfilter hält das Wasser sauber, in einem geschlossenen Kreislauf, ohne Chlor oder Chemiezusatz“, erklärt Küthe.

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Trotz dieser Vorkehrungen ist die Stadt überzeugt davon, dass der Badespaß auch 2020 nicht geringer ausfallen wird als sonst. Bei den Eintrittspreisen hat sich jedenfalls nichts geändert. Erwachsene zahlen vier Euro, Kinder ab sechs Jahren zwei Euro für die Tageskarte. Wer häufiger baden geht, kommt mit Zehnerkarte oder Wochenkarte günstiger ins Naturerlebnisbad. Die aktuellen Öffnungszeiten sollen demnächst auf der Internetseite der Hansestadt veröffentlicht werden.