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Frischzellenkur für die Demminer Biberburg

Demmin / Lesedauer: 3 min

Das Demminer Naturbad erfreut sich jeden Sommer großer Beliebtheit – ist allerdings in die Jahre gekommen. Daher stehen nun große Sanierungs-maßnahmen an.
Veröffentlicht:28.01.2022, 14:23

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Umgeben von Peene und Tollense und ausgestattet mit dem Naturbad Biberburg bietet die Hansestadt für Wasserratten reichlich Möglichkeiten, ins kühle Nass zu springen.

Zwar sind es bis zur Saison noch einige Monate, doch damit im Sommer alles reibungslos läuft, hat in der Verwaltung schon die Planung begonnen. So steht 2022 und in den Folgejahren eine Frischzellenkur für die Biberburg an.

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Denn immerhin hat das Naturbad bereits 20 Jahre auf dem Buckel. „Aufgrund dessen sind nach und nach Instandsetzungen notwendig“, so Bauamtsleiter Dietmar Schmidt beim jüngsten Stadtentwicklungsausschuss. Eine entsprechende Prioritätenliste für die notwendigen Maßnahmen liegt bereits vor. Alles in allem kalkuliert die Verwaltung 150 000 Euro im aktuellen Haushalt für die Arbeiten rund um die Biberburg.

Neue Pumpen sind dringend nötig

„Dieses Jahr würden wir anfangen, die gesamte Pumpentechnik zu erneuern“, sagt Schmidt. Ein Schritt, der nach Einschätzung des Bauamts auch bitter nötig ist. Denn inzwischen seien die Geräte so anfällig, dass teilweise zwei bis drei Reparaturen im Jahr notwendig wären.

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„Und sie haben auch nicht die Leistungsfähigkeit, die wir brauchen“, so der Bauamtsleiter. Beispielhaft steht dafür eine Pumpe, die für die Reinigungsarbeiten im Frühjahr relevant ist und das Wasser abpumpen soll. „20 bis 30 Zentimeter bleiben immer stehen“, sagt Schmidt.

Mehr Zirkulation gegen Bakterien

Darüber hinaus plant die Stadt für 2022 einige Beckenwände mit speziellen Platten zu versteifen, damit diese dem Wasserdruck besser standhalten. Zudem soll im Kaskadenbereich für eine stärkere Zirkulation gesorgt werden. Denn bislang steht das Wasser dort, was im Zweifel zu einer höheren Bakterienbelastung führt.

Ein Problem, das aufhorchen lässt. Denn im vergangenen Jahr war der Badespaß aufgrund der schlechten Wasserqualität erheblich getrübt. Über Wochen musste die Biberburg geschlossen bleiben, weil die Werte nicht im Normbereich lagen. Die Stadt selbst geht jedoch nicht davon aus, dass daran primär die Zirkulation schuld ist. Vielmehr steht weiterhin das erhöhte Aufkommen der Wasservögel im Verdacht, die Keime eingeschleppt zu haben.

Pflanzenfilter bis 2024 erneuern

Parallel zu den konkreten baulichen Maßnahmen kommt ein Planungsbüro zum Zuge. Denn mit den Pumpen ist es nicht getan –die Sanierung auf drei Jahre angelegt. Heißt bis 2024 sollen die Becken und abschließend die Pflanzenfilter auf den neuesten Stand gebracht werden.

„Immer unter der Maßgabe, dass wir versuchen wollen, den Schwimmbetrieb zu ermöglichen“, so Schmidt. Bis Anfang Juni stehen daher erste Arbeitsschritte auf der städtischen Agenda, die dann im September fortgesetzt werden. Heißt, um den Badespaß muss sich wegen der Arbeiten vorerst niemand Sorgen machen.