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Radweg Demmin nach Pensin

Im Demminer Land tut sich was für Radler

Demmin / Lesedauer: 3 min

Schon seit Langem wünschen sich Bürger einen Radweg an der Kreisstraße zwischen Pensin und Demmin. Der könnte jetzt tatsächlich Realität werden – unter einer Voraussetzung.
Veröffentlicht:19.10.2019, 15:33

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Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Das werden jetzt wohl auch die Bewohner aus der Pensiner Siedlung wie der angrenzenden Dörfer denken. Denn nach langem Kampf, darin eingeschlossen eine Unterschriftensammlung, könnten der Forderung nach einer Fahrradstrecke zwischen Demmin und Pensin bald Taten folgen. Demmins Bauamtsleiter Dietmar Schmidt scheint jedenfalls optimistisch gestimmt, was den weiteren Werdegang des 3,2 Kilometer langen Weges für Radler angeht. Natürlich sei alles noch von gewissen Faktoren abhängig und demnach unter Vorbehalt. Und es werde noch eine ganze Weile dauern.

Radweg bereits im Haushalt 2020 eingeplant

Nichtsdestotrotz ist gegenwärtig mehr Bewegung im Spiel, als es noch vor Monaten der Fall war. So standen im Herbst 2018 hinter vielen Punkten große Fragezeichen – zum Beispiel bei der Beteiligung von Kreis, Stadt und Gemeinde. Zum einen ist die Straße eine Kreisstraße und somit im Verantwortungsbereich der Seenplatte. Zum anderen liegt rund die Hälfte der Strecke auf dem Gebiet der Gemeinde Kletzin, zu der Pensin gehört. Daher muss es eine Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Amt Demmin-Land werden, hieß es damals vom Demminer Bauamtschef.

Inzwischen ist dahin gehend der Weg bereitet. Angekündigte Gespräche mit dem Landrat und dem Amt Demmin-Land wurden geführt und Fortschritte erzielt. Es werde jetzt so sein, dass sich die Hansestadt bei dem Projekt den Hut aufsetzt. Allerdings nur, wenn die Stadtvertretung zustimmt. Sofern es der Fall sein sollte, geht es Schmidt zufolge an die Vorplanung und schließlich an die Auftragsvergabe. Die Planungskosten für den Radweg sollen in den städtischen Haushalt 2020 eingestellt und dann im Stadtparlament zur Abstimmung gebracht werden. Darüber hinaus bedarf es einer Vereinbarung mit der angrenzenden Gemeinde. „Der Radweg betrifft ja nicht nur die Stadt Demmin, sondern auch Kletzin“, sagte Schmidt. Und die Gemeinde habe mittlerweile zugesagt, sich zu beteiligen. Folglich steht das Dreiergespann aus Kreis, Stadt und Gemeinde.

Fördermittel könnten 75 Prozent der Ausgaben decken

Doch all das jetzt Arrangierte ist Schall und Rauch, wenn die Fördermittel nicht kommen, betonte der Bauamtschef. „Immerhin reden wir hier von 1,2 Millionen Euro Baukosten für die knapp drei Kilometer Radweg von Demmin nach Pensin – grob geschätzt“, wie er sagte. Gestellt sei der Antrag bereits. Schmidt geht von 75 Prozent Förderung aus, die restlichen 25 Prozent übernehmen dann die Gemeinde Kletzin und die Hansestadt. Wenn alles nach Plan verläuft, wird Demmin die Baumaßnahme organisatorisch übernehmen und nach Fertigstellung den Pensiner Radweg an den Landkreis übergeben.

Nach Jahren scheinbaren Stillstands rührt sich im Demminer Land also wieder etwas im Radwegebau. Für den IVD und seinen Fraktionsvorsitzenden Reinhardt Friedrichs sicherlich eine gute Nachricht. Denn sie fordern nicht erst seit gestern die Verbesserung der Radwegesituation. Die ersten Anträge hierzu reichen bereits einige Jahre zurück. Und für 2019 haben sie die Losung ausgerufen, das Radwegekonzept aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken.