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Loitzer Stadtvertretung

Klares Ja zu neuer Vize-Chefin, Uneinigkeit zur Jagd

Loitz / Lesedauer: 2 min

Während es bei der Wahl der zweiten Loitzer Bürgermeister-Stellvertretung überhaupt keine Zweifel gab, kippte die Stimmung beim Thema Jagdgenossenschaft „Ibitztal-Loitz“.
Veröffentlicht:24.04.2022, 19:11

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Die Loitzer Bauamtsleiterin Liane Janssen ist ab sofort die zweite Stellvertreterin von Bürgermeisterin Christin Witt. Damit wurde die Vakanz dieses Postens bei der jüngsten Stadtvertretersitzung beendet. Deren Mitglieder waren sich sehr einig, hoben geschlossen die Hand. Es folgte die Ernennung zur Ehrenbeamtin samt buntem Blumenstrauß. Die Freude stand der Fachfrau für Bauwesen, die sich mit ihrem Wirken in Loitz bereits viel Respekt erarbeitet hat, deutlich ins Gesicht geschrieben.

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Doch so harmonisch ging’s in der Aula der Regionalen Schule nicht weiter. Schließlich stand ein Thema auf der Tagesordnung, das den Personenkreis der Jäger, der in Loitz und Umgebung bekanntlich nicht gerade klein ist, offensichtlich gerade sehr umtreibt. Somit waren die Stadtvertreter gefordert, sich mit einem speziellen Thema auseinanderzusetzen, um schließlich zu klären: Verzichtet die Stadt auf die Eigenjagdbezirke und bleibt mit diesen Flächen in der Jagdgenossenschaft „Ibitztal-Loitz“? Oder verpachtet die Stadt ihren Eigenjagdbezirk in Eigenregie?

Im Vorfeld hatte Bernd Rohde, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft „Ibitztal-Loitz“, der gleichzeitig Loitzer Revierförster und somit Landesbediensteter ist, eine Zuarbeit eingereicht, die beide Seiten näher beleuchtet.

Nur eine Formalie oder „ein Scherbenhaufen“?

Überhaupt zum Thema erhoben wurden diese Fragen, durch den Antrag eines Jagdgenossen – der beinhaltete, die Pachtverträge, die 2016 mit der Jagdgenossenschaft neu abgeschlossen wurden, rechtlich zu prüfen. „In diesem Zusammenhang wurde festgestellt, dass die Stadt Loitz über Eigenjagdbezirke verfügt und bislang gegenüber der Unteren Jagdbehörde keine Erklärung auf Verzicht der Eigenjagd abgegeben hat“, erklärte Stadtpräsident Herbert Rösicke (CDU) den Sachverhalt.

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Da war er also, der Stein des Anstoßes. Eine Formalie. Oder steckt mehr dahinter? Stadtvertreter Helmut Spihalla (parteilos) umschrieb das Thema in einer kurzen Diskussion als „Scherbenhaufen von 2016, den der aktuelle Vorstand nun aufzuräumen hat“. Dennoch entschied sich eine knappe Mehrheit, mit fünf zu vier Stimmen, bei zwei Enthaltungen, für den Verbleib der Stadt Loitz mit den Flächen der Eigenjagdbezirke in der Jagdgenossenschaft. „Es gibt für mich keinen Grund das zu ändern. Es ist doch bisher gut gelaufen und wir sind zufrieden so, wie es ist“, sagte Astrid Naussed (Unabhängige Loitzer).

Ein Grummeln ging darauf durch die Reihen. Ein deutliches Zeichen dafür, dass hinter den Kulissen das Thema wohl doch noch lange nicht vom Tisch ist.