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Einschulungsfeiern

Deutlich mehr Erstklässler im Peenetal

Loitz, Jarmen / Lesedauer: 4 min

Die Schulen in der Region Jarmen/Loitz starten mit deutlich mehr ABC–Schützen in die neue Unterrichtssaison. Gefeiert wurden die Jungen und Mädchen schon am Wochenende. 
Veröffentlicht:27.08.2023, 18:31

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„Das ist eine schöne Zahl zum Arbeiten, nicht zu viel und nicht zu wenig“, kommentierte Anke Kühn, die Direktorin der Loitzer Grundschule, im Gespräch mit dem Nordkurier die diesjährige Schar ihrer neuen Erstklässler. Denn am Wochenende wurden dort 40 Jungen und Mädchen bei einer Feierstunde mit ihren Familien aufgenommen, aufgeteilt auf zwei Klassen. Das stellt zwar keinen neuen Rekord dar, aber eine deutlich höhere Zahl als noch im Vorjahr. Bei den Lehrern kann die Einrichtung auf Konstanz setzen, denn es sind keine Abgänge zu verzeichnen, und die Rückkehr einer Kollegin aus der Elternzeit sorgt obendrein für etwas Entspannung bei der Planung der Stundentafeln.

Willkomensfeier vertreibt Anspannung 

Auch in der Nachbarstadt Jarmen konnten wieder zwei Eingangsklassen gebildet werden — mit 20 beziehungsweise 19 ABC–Schützen. Sie strahlten bei der Einschulungsfeier im Kulturzentrum der Kommune um die Wette, nur die wenigsten ließen sich von all dem Trubel und mancher Aufregung ihrer Familien etwas einschüchtern. Zumal die Umrahmung des Programms mit dem Schulchor, Sketchen, Liedern, Gedichten und Tanzeinlagen der älteren Grundschüler schnell für Auflockerung sorgte. Und spätestens nach der ersten Einführungsstunde in den Klassenräumen und der Übergabe der Zuckertüten durch die Eltern war wohl auch bei den letzten die Anspannung verflogen.

Ein sehnsüchtig erwarteter Moment: Zum Abschluss der Einführungsstunde in ihren neuen Klassenräumen bekamen Jarmens ABC-Schützen von ihren Familien die Zuckertüten ausgehändigt.
Ein sehnsüchtig erwarteter Moment: Zum Abschluss der Einführungsstunde in ihren neuen Klassenräumen bekamen Jarmens ABC-Schützen von ihren Familien die Zuckertüten ausgehändigt. (Foto: Stefan Hoeft)

Neue Kollegin an Jarmener Schule

Wobei Anke Labes als kommissarische Leiterin auch eine „Schulanfängerin“ freudig begrüßte, die ihr und vielen anderen eigentlich gar nicht so neu ist. Denn mit Yvonne Plischke startet eine frisch ausgebildete Lehrerin an diesem Standort, die aus Jarmen stammt und daher dort 2004 selbst ihren ersten Schultag erlebte. Eine solche Rückkehr erscheint als ein äußerst seltener und Glücksfall für die Peenestadt, die junge Frau wird erstmal eine der beiden vierten Klassen übernehmen. 

Nach den vergangenen Jahren ungewöhnlich voll wirkte diesmal die Turnhalle bei der Einschulungsfeier der Tutower Grundschule „Pommernmäuse“. Denn waren es zuletzt immer deutlich unter zwanzig Kinder, die dort neu hinzu kamen, wurde diese Marke mit 24 nun deutlich übertroffen. Und das, obwohl der Ort in der jüngeren Vergangenheit mit einem starken Geburtenrückgang zu kämpfen hat. Letztlich sorgten wohl zahlreiche Zuzüge junger Familien und der Zulauf aus den Nachbargemeinden für diese positive Entwicklung, wie Cheflehrerin Korinna Brinkmann–Kaiser unserer Zeitung erläuterte.

Rückkehr nach eineinhalb Jahrzehnten: Einst fing auch für Yvonne Plischke (rechts) die Schullaufbahn in der Jarmener Grundschule an, nun macht sie dort als Lehrerin weiter.
Rückkehr nach eineinhalb Jahrzehnten: Einst fing auch für Yvonne Plischke (rechts) die Schullaufbahn in der Jarmener Grundschule an, nun macht sie dort als Lehrerin weiter. (Foto: Stefan Hoeft)

Enorme Konkurrenz für Dorfschule

Von so einem Aufschwung noch einiges entfernt scheint die Grundschule „Peenetal“ in Görmin, denn dort konnten Direktorin Jutta Lüdemann und ihr Team nur zwei Jungen und drei Mädchen als neue Schützlinge begrüßen. Was auch daran liegt, dass selbst aus der eigenen Kommune so einige Familien ihren Nachwuchs in anderen Bildungseinrichtungen anmelden — bis in Privatschulen in Greifswald. Dabei biete die hiesige Kleine Grundschule auf dem Lande ein Ensemble und Flair, das seinesgleichen in der Region suche und für die Entwicklung der jungen Leute fantastische Aussichten biete, wie Gemeindevertreterin Marie–Jeanne Beringer stellvertretend für den verhinderten Bürgermeister in ihrer Begrüßungsrede erklärte. 

Auch in Jarmen gestalteten die älteren Grundschüler das Programm, hier die Tanzgruppe.
Auch in Jarmen gestalteten die älteren Grundschüler das Programm, hier die Tanzgruppe. (Foto: Stefan Hoeft)

Wie zur Bestätigung übernahmen die älteren Schüler mit viel Enthusiasmus die kulturelle Umrahmung des Programms in der Turnhalle. Die Übergabe der Zuckertüten allerdings fand draußen auf dem Hof statt. Schließlich war dort zuvor traditionell wieder ein junger Baum zur Erinnerung an den neuen Jahrgang gepflanzt worden, diesmal eine gelbfarbene Süßkirsche. Sie diente gleich als passender Hintergrund für Fotos mit den Eltern und der Klassenlehrerin Elisabeth Gutjahr, die aus Gützkow kommt und zum neuen Schuljahr eingestellt wurde.