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Neubau

Krankenhaus–Anbau in Demmin soll noch 2023 in Betrieb gehen

Demmin / Lesedauer: 3 min

Der Neubau am Demminer Kreiskrankenhaus nimmt Form an. Wie es aussieht, könnten noch in diesem Jahr die ersten Babys  in den neuen Kreißsälen zur Welt kommen. 
Veröffentlicht:09.03.2023, 18:12

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Das Demminer Kreiskrankenhaus ist als medizinischer Versorger ein entscheidendes Standbein für die gesamte regionale Infrastruktur. Ein Fakt, der auch rein optisch in den vergangenen Jahren — vornehmlich durch den neuen Anbau — immer deutlicher wurde. Inzwischen ist der vom Land geförderte dreigeschossige Neubau mit einem geplanten Gesamtinvestitionsvolumen von 35,6 Millionen Euro zumindest von außen betrachtet nahezu fertig. Grund genug für Landesgesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) sich einen Eindruck vom aktuellen Baufortschritt zu machen. „Das Kreiskrankenhaus Demmin hat eine hohe Bedeutung für die Region. Mit den Investitionsförderungen des Landes wollen wir den Klinikstandort für die Zukunft optimal aufstellen“, so die Ministerin.

Eine Zukunft, die sich im Inneren des Gebäudes immerhin schon erahnen lässt. Noch herrscht in den künftigen Kreiß– und Operationssälen, Funktionsräumen und Patientenzimmern jedoch Baustellenatmosphäre. Bis zum Jahresende soll der neue Klinikteil allerdings in Betrieb gehen. „Trotz aller Widrigkeiten mit der Pandemie, Inflation und Energiekrise sowie notwendig gewordenen Neuausschreibungen für einzelne Bereiche liegen wir mit unserem Anbau weitestgehend im Zeitplan“, sagte Klinikgeschäftsführer Kai Firneisen. 

Heizungssysteme arbeiten bereits

So sind zum aktuellen Stand unter anderem rund 80 Prozent der Bodenarbeiten abgeschlossen. Die Heizungssysteme arbeiten bereits, die Lüftungsanlagen werden derzeit installiert. Auch die Fahrstühle können absehbar in den Testbetrieb gehen. Notwendige Durchbrüche zwischen Alt– und Neubau sind in Vorbereitung. „Allerdings ist es für alle Kolleginnen und Kollegen sehr herausfordernd, bei laufendem Betrieb zu erweitern und auf allen Etagen den Altbau mit dem Neubau zu verbinden“, sagte er. Für die Gesundheitsministerin ein Einsatz, der sich aber noch 2023 auszahlt. „Da sich mit dem Um– und Neubau die Bedingungen für die Beschäftigten und die Patientinnen und Patienten deutlich verbessern werden, so Drese. 

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Entscheidend an diesem Punkt ist das damit geschaffene Platzangebot. Drei neue Kreißsäle, ein vierter Operationssaal sowie die erweiterte Intensivstation mit zukünftig dann 16 Betten werden beispielsweise in dem Anbau unterbracht. „Drei–Bett–Zimmer gehören dann der Vergangenheit an“, so Firneisen. Für die Akteure im Krankenhaus würden sich zudem kürzere Wege und optimierte Arbeitsabläufe ergeben. Unter anderem dank eines expliziten OP–Aufzugs, der ausschließlich von Mitarbeitern genutzt werden kann, die einen Patienten von der Station zur Operation oder zurück bringen. „Damit werden auch die übrigen Aufzüge entlastet“, sagte er. 

Über Bewerbungen schon jetzt entscheiden

Darüber hinaus ist zum Beispiel der künftige Dienstbereich der Anästhesisten so gestaltet, dass diese den kompletten Tag dort verbringen können. Sowohl was die Arbeit im Büro als auch die Patienten angeht. Regelmäßiges Umziehen, welches bislang notwendig war, entfällt somit. 

Insgesamt steht das Kreiskrankenhaus mit Inbetriebnahme des neuen Gebäudeteils als Versorger auf sichereren Füßen. „Wir werden nicht mehr so schnell an unsere Kapazitätsgrenzen kommen“, sagte Firneisen. Allerdings müssen diese neu gewonnenen Möglichkeiten auch personell abgesichert, die Zahl der Mitarbeiter dementsprechend aufgestockt werden. „Die Pflege ist die Grundplatte auf der alles steht“, so der Geschäftsführer.

Einfach sei es allerdings nicht das Personal entsprechend aufzustocken. „Aber wenn wir Bewerbungen haben, stellen wir die schon ein“, sagte er. Zudem werde versucht, die Auszubildenden am Haus zu halten. „Alle, die ihren Abschluss schaffen, kriegen einen Anschlussvertrag“, so Firneisen.