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Öffentliche Toiletten

Lang ersehnte Toilette stellt Mangel im Hanseviertel ab

Demmin / Lesedauer: 3 min

Im Demminer Hanseviertel können die Gäste nun endlich auf eine Toilette gehen. Zuvor mussten sie die Brücke überqueren und beispielsweise öffentliche Toiletten nutzen.
Veröffentlicht:23.08.2023, 06:00

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Wer in der Vergangenheit das Demminer Hanseviertel besucht hat und auf die Toilette musste, hatte ein Problem. Dort gab es bislang keine Toilette. Demnach mussten die Besucher die Brücke überqueren und unter anderem auf Dixi–Klos oder auch auf öffentliche Toiletten ausweichen. Damit ist jetzt Schluss.

Seit etwa drei Wochen steht dort das lang ersehnte Toilettenhäuschen, auf das die Stadt und die Besucher schon längere Zeit gewartet hatten. „Wir freuen uns sehr darüber. Denn es hebt die Attraktivität des Hanseviertels“, sagt Vizebürgermeister Ronny Szabó.

Rohre schon vor Ostern verlegt

Die Rohre und die Bodenplatte waren eine Zeit lang schon zu sehen, doch das Toilettenhäuschen stand immer noch nicht. Die Komesker Leitungsbau GmbH aus Tützpatz hatte schon vor Ostern Rohre für Wasser, Abwasser, Strom und Telefon per Horizontalbohrung unter der Peene hindurch verlegt. 

Längere Zeit hat die Stadt jedoch auf die Anlieferung des Containers gewartet. „Eigentlich war es unser Ziel, dass der Sanitärcontainer noch vor Anfang der Saison aufgestellt und nutzbar ist. Doch jetzt müssen wir leider feststellen: Es zieht sich hin“, sagte Bürgermeister Thomas Witkowski vor einigen Wochen.

Mittlerweile ist die Toilette schon in Betrieb, sagt Thomas Engler, stellvertretender Leiter des Bauamts, auf Nachfrage des Nordkurier. Demnächst würden die neuen Toiletten noch eine Holzverkleidung erhalten. „Jetzt sieht das Ganze noch nicht ortstypisch und harmonisch aus“, gibt Engler zu. Zudem sei eine Rampe am Eingang des Häuschens geplant.

Nun müssen Besucher der Fischerinsel nicht mehr auf öffentliche Toiletten ausweichen.
Nun müssen Besucher der Fischerinsel nicht mehr auf öffentliche Toiletten ausweichen. (Foto: Ralf Scheunemann)

Die Errichtung des WC–Häuschens hat nach Angaben von Thomas Engler rund 104 000 Euro gekostet, dabei gab es aber finanzielle Unterstützung durch das LEADER–Programm in Höhe von etwa 59 000 Euro. Die Abkürzung steht für „Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“, was übersetzt „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ bedeutet. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gehört seit 1995 zu den Regionen, die von diesem Programm zur Entwicklung des ländlichen Raumes profitieren. 

Ein beliebtes Ausflugsziel geworden

Das Demminer Hanseviertel hat sich mittlerweile zu einem beliebten Ausflugsziel für Einheimische und Touristen entwickelt. Vom Frühlingsfest bis zum Lichteradventsmarkt und Märchenfest stehen im mittelalterlichen Flair alljährlich unterschiedliche Veranstaltungen auf dem Plan, die zahlreiche Besucher anlocken. Noch vor nicht allzu langer Zeit war die Fischerinsel der Schauplatz des alljährlichen Empfangs, bei dem der Bürgermeister der Hansestadt verdiente Persönlichkeiten auszeichnete.

Die Entwicklung des beliebten Viertels bleibt jedoch nicht stehen. Demnächst solle der Steg bis zur Inselspitze verlängert sowie die Stromversorgung auf der Insel ertüchtigt werden, weiß Thomas Engler.

Das nächste Event im Hanseviertel startet am 16. und 17. September. Der Kunst– und Kulturverein Demmin veranstaltet das „Spectaculum um die Peene–Insel“. Laut Szabó wird das ein richtiges Mittelalterfest unter anderem mit einem Handwerksmarkt, Ritterlager, mittelalterlich geschmückten Trachten und Gauklern. Eine Bühne sowie Musik und Theater sollen dort ebenfalls für Stimmung sorgen.