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Kreiskrankenhaus

Neubau mit Intensivstation und Kreißsälen – nun steht die Eröffnung fest

Demmin / Lesedauer: 4 min

Damit sich alle Patienten gut aufgehoben fühlen, setzt die Klinik in Demmin mit ihrem Neubau auf eine Kombination aus Wohlfühlatmosphäre und medizinischer Kompetenz.
Veröffentlicht:26.07.2023, 09:24

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Planen und Gerüste sind bereits verschwunden. Doch die Bauzäune rings um das neue Gebäude des Kreiskrankenhauses (KKH) Demmin im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte machen es deutlich: Noch sind im Anbau Bauhandwerker zugange.

Der Nordkurier konnte sich aber schon einmal auf der Baustelle umschauen — auch wenn die Arbeiten dort noch einige Monate dauern werden, wie Henry Kracht, der Leiter der Klinikverwaltung, bestätigt.

Auf der Gebäuderückseite entsteht die Entladezone für Speditionen. 
Auf der Gebäuderückseite entsteht die Entladezone für Speditionen.  (Foto: Anke Krey)

Parkplätze und Lieferzonen bald nutzbar

Im Außenbereich wird man davon allerdings bald nichts mehr sehen. Denn der Auftrag für die Gestaltung der Außenanlagen wurde jüngst vergeben; wo heute noch Container und eine Baustraße sind, sollen noch im Sommer wieder alle Patientenparkplätze nutzbar werden.

Auf dem Gelände des ehemaligen Wirtschaftshofes sollen zudem die beiden Anlieferzonen fertiggestellt werden. Gleich vorn an der Treptower Straße können zukünftig Paketdienste eilige Sendungen abgeben. Und auf der Rückseite des Gebäudes befindet sich dann die Entladerampe für Speditionen.

Verwaltungsleiter Henry Kracht prüft die technische Ausstattung in einem Intensivzimmer. 
Verwaltungsleiter Henry Kracht prüft die technische Ausstattung in einem Intensivzimmer.  (Foto: Anke Krey)

Das Sockelgeschoss beherbergt Räume für Technik und Logistik. Ein Fahrstuhl führt von dort in die oberen Stockwerke; er verbindet Räumlichkeiten, die den „schneidenden Disziplinen“ vorbehalten sind, miteinander, erläutert Geschäftsführer Kai Firneisen. Gleich eine Etage höher ist eine komplett neue Intensivstation mit acht Betten sowie ein zusätzlicher Operationssaal mit allen erforderlichen Nebenräumen entstanden.

Künftig stehen 16 Intensivbetten zur Verfügung

Wenn alles fertiggestellt ist, wird dieser Bereich über Durchbrüche mit dem OP–Trakt sowie den vorhandenen Intensivzimmern verbunden. Insgesamt wird das KKH dann über 16 Intensivbetten verfügen. Die neuen Räume bieten viel Platz und große Fenster — auch untereinander, zum Flur und zum geräumigen Schwesterntresen hin. Sie erhalten eine hochmoderne technische Ausstattung; denn das ist eine Investition in die Zukunft, sind sich Kracht und Firneisen einig.

Große Fenster erleichtern es zukünftig den Schwestern, die Patienten auf der Intensivstation immer im Blick zu behalten. 
Große Fenster erleichtern es zukünftig den Schwestern, die Patienten auf der Intensivstation immer im Blick zu behalten.  (Foto: Anke Krey)

Ebenfalls im Erdgeschoss, nur wenige Schritte vom OP entfernt, wird künftig die Geburtshilfe ihren Platz haben. Sogar an einen „Storchen–Parkplatz“ unmittelbar vor dem Haus, für ganz eilige Fälle, haben die Planer gedacht. Über eine Treppe gelangt man von dort direkt zum Stationstresen. Die drei neuen Entbindungsräume sind freundlich und geräumig, berichtet Kai Firneisen: „Alles wird sich um die Frauen herum orientieren.“

Kinderarzt ist rund um die Uhr im Haus

Die Gebärenden sollen sich wohlfühlen; das Medizinische bleibt im Hintergrund — aber es ist sofort alles da, wenn man es braucht, unterstreicht der Geschäftsführer. Sogar einen Reanimationsraum gibt es, hinter den Kulissen. Und zur Sicherheit werden in Demmin auch alle Neugeborenen umgehend vom Kinderarzt untersucht. Ein solcher ist rund um die Uhr im Hause, so Firneisen.

Noch hat alles Baustellencharme - doch schon im Dezember wird dieser Fahrstuhl Patienten in den neuen OP bringen. 
Noch hat alles Baustellencharme - doch schon im Dezember wird dieser Fahrstuhl Patienten in den neuen OP bringen.  (Foto: Anke Krey)

Die jungen Eltern wissen das zu schätzen; sie kommen selbst von der Insel Rügen oder aus Grimmen, Greifswald und Wolgast zur Entbindung in die Hansestadt. Derzeit sind 13 Beleghebammen am Krankenhaus tätig, die mehr als 400 Geburten pro Jahr betreuen.

Im ersten Obergeschoss befinden sich Aufenthaltsräume für den Bereitschaftsdienst und Dienstzimmer der Ärzte. Diese sind über eine Treppe mit der Intensivstation und dem OP–Trakt im Erdgeschoss verbunden. So können die Mediziner Arbeiten am Schreibtisch erledigen, ohne die Hygienezone und somit die Kleidung zu wechseln — und sie haben kurze Wege bis zum Patienten.

Erst Tag der offenen Tür, dann startet der Betrieb

Gläserne Übergänge auf jeder Etage werden den Neubau an das benachbarte Haus anbinden. Im zweiten und im dritten Obergeschoss gibt es zukünftig zwei Stationen mit jeweils 20 Betten und Funktionsräumen. Direkt über den OP entsteht eine chirurgische und orthopädische Station, verrät Kai Firneisen. Ganz oben wird die Innere Medizin ansässig sein; doch bei Bedarf kann diese Etage auch autark als Infektionsstation genutzt werden.

Sowohl mit dem Baugeschehen als auch mit der Finanzierung liege man „weitestgehend im Plan“, sagt Firneisen. Im Dezember können auch die Demminer das neue Gebäude besichtigen, denn vor der Inbetriebnahme wird es einen Tag der offenen Tür geben. Dann wird der Umzug folgen, kündigt Henry Kracht an: „Weihnachten wollen wir bereits in den neuen Räumen sein.“