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Gesprächskreis

Pixel statt Pinsel– Junge Frau entführt in die digitale Malerei

Jarmen / Lesedauer: 2 min

Dem Malen ohne Papier und Stift oder Pinsel will sich der nächste Gesprächskreis Jarmen widmen. Im Mittelpunkt steht eine junge Künstlerin, die digital arbeitet.
Veröffentlicht:12.03.2023, 12:36

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Das Thema Kunst stand und steht häufiger im Mittelpunkt der Jarmener Gesprächskreise. Bei der von Hans-Robert und Claudia Metelmann seit 1994 organisierten Veranstaltungsreihe gab es sogar mal Zeichenunterricht mit dem Maler Helmut Maletzke, einen Vortrag über Caspar David Friedrich und einen Auftritt des Intendanten des Greifswalder Theaters. Obendrein lieferte die Runde die Initialzündung für die Schaufenster–Galerie, mit der sich die Peenestadt jährlich an der Pfingstaktion „Kunst:Offen“ beteiligt.

Mehr lesen: Blick in die Vergangenheit beim letzten Gesprächskreis

Doch noch nie rückte Kunst in so einer modernen und jungen Form ins Blickfeld wie bei der nächsten Auflage am Donnerstag, 16. März, ab 19 Uhr. Dann nämlich wird Cassandra Danielides aus Zemmin den Abend im Kulturzentrum an der Rosenstraße gestalten.

Die junge Frau, Anfang Zwanzig, absolviert ein Fernstudium in Game Design der Internationalen Hochschule IU. Sie spielt selbst gerne Video–Spiele und findet insbesondere in Fantasy–Spielen weitere Inspiration, verriet sie dem Nordkurier bei einer Vorstellung im Herbst. Damals stand ihre erste Ausstellung unter dem Titel „Pixel statt Pinsel“ im Kultur Klub Warnemünde an. Ihr Traum sei es, später einmal selbst solche Spiele mitzugestalten, „damit Menschen daran Freude finden.“

Mit einem digitalem Zeichentablett erschafft Cassandra Danielides ihre Kunstwerke
Mit einem digitalem Zeichentablett erschafft Cassandra Danielides ihre Kunstwerke (Foto: ZVG)

Beim Termin in Jarmen wird sie vor allem ihre Kunstreise in die digitale Malerei schildern, so die Ankündigung. Immerhin widmet sie sich seit rund einem Jahrzehnt der Kunst am Computer, die ohne Bleistift und Papier funktioniert. Oft inspiriert von Reiseerlebnissen oder den vielen Orten, an denen sie schon gelebt hat. Die Familie der Deutsch–Finnin war vor ihrem Umzug ins vorpommersche Küstenhinterland ziemlich unterwegs in der Welt — bis nach Alaska.

Hans–Robert Metelmann hofft, mit dieser Referentin und dem Thema auch vermehrt die jüngere Generation anzusprechen, bis hin zu den Schulkindern. Schließlich seien die viel lockerer und geübter im Umgang mit Tablet und Co. als die meisten Älteren. Als Höhepunkt der Veranstaltung werde das Entstehen ihrer digitalen Malerei mitzuerleben sein.

Der Gesprächskreis steht wie immer allen Interessierten offen, ein Eintritt muss nicht bezahlt werden.