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So bunt feierte Loitz die Städtebauförderung

Loitz / Lesedauer: 3 min

Unter anderem mit einem nächtlichen Highlight feierten die Loitzer jetzt das Städtebauförderprogramm. Den bisher rund 17 Millionen Euro aus diesem Topf soll noch einiges folgen.
Veröffentlicht:22.05.2022, 19:27

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Noch immer gilt Loitz nicht unbedingt als Aushängeschild für Vorpommern, was den Zustand der historischen Bausubstanz angeht, und muss sich da mitunter einige Häme gefallen lassen. Doch niemand mag sich wohl vorstellen, wie der Ort inzwischen aussähe, gäbe es nicht das Städtebauförderprogramm. Denn seit 1991 konnte auch diese Kommune aus dem von Bund und Land bestückten Geldtopf erhebliche Mittel einsetzen und damit zahlreiche Straßen, Plätze, Gebäude und andere Bauwerke wieder in Schuss bringen. Ein gewichtiger Grund, weshalb am Wochenende diese Erfolgsgeschichte mit einem kleinen Fest begangen wurde.

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Insgesamt seien bis heute rund 17 Millionen Euro Städtebaufördermittel nach Loitz geflossen, rechnete Solveig Wieck vom Stralsunder Büro der BiG-Städtebau vor, dem Sanierungsträger. Wobei allein 6,6 Millionen Euro davon zugunsten von 90 privaten Objekten bewilligt worden seien. Wissend, dass bei solchen Maßnahmen in der Regel für jeden Förder-Euro noch ein Vielfaches an Mitteln der Eigentümer hinzukommt, dürften sich die daraus resultierenden Investitionen auf einen beachtlichen zweistelligen Millionen-Betrag summieren.

Auch die Stadt selbst hat schon viel investiert

Besondere Erwähnung durch Bürgermeisterin Christin Witt erfuhren Gebäude wie der Ballsaal Tucholski, die „Peenerei“ und der Optiker, die zwar von Privatleuten auf Vordermann gebracht wurden, aber auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen – zumindest teilweise. Ebenso lobte sie die gerade laufende Metamorphose der ehemaligen Raiffeisenbank zu einem Wohnhaus samt medizinischem Praxisangebot.

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Aber auch die Kommune ließ sich bei ihren eigenen Vorhaben nie lumpen, steuerte zu ihrem ohnehin fälligen Eigenanteil meist noch einiges an Geld hinzu. Es fällt mittlerweile schon schwer, sämtliche dieser Projekte in halbwegs richtiger Reihenfolge und vollständig aufzuzählen. Schließlich geht es dabei um Straßen und Wege ebenso wie um den Hafen-Komplex samt Marina oder das Rathaus und den ehemaligen Kaufmannshof an der Peenestraße, heute Sitz des „KulturKonsum“. Nicht umsonst lud jener aus diesem Anlass zu Extra-Führungen ein.

„Ich kann darüber berichten, dass wir für die kommenden Jahre weitere Städtebauprojekte im Auge haben“, erklärte die Verwaltungschefin, auf die Planung für die Straße am Steintor verweisend.

Förderung auch für Mehrgenerationenquartier

Vor allem aber richtete sie den Blick auf jene derzeit weitgehend leere Stelle innerhalb der Altstadt, die ganz bewusst für dieses Fest ausgesucht wurde. Dort an der Breiten Straße nämlich soll demnächst ein Mehrgenerationenquartier entstehen. Und künftig neben zahlreichen Bürgern verschiedenen Alters unter anderem ein Medizinisches Versorgungszentrum und die städtische Bibliothek beherbergen. Die nicht zuletzt dafür verlängerte Teilhabe von Loitz am Förderprogramm zeige laut Christin Witt, „dass Bund und Land die Aktivitäten anerkennen und als zielführend einschätzen.“

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Als buchstäbliches Highlight im Rahmen dieser öffentlichen Feier hatte die Kommune den Berliner Beleuchtungskünstler Peter Michael Metzler engagiert. Der rückte am Marktplatz mehrere sanierte Gebäude einschließlich des Rathauses in ein besonderes Licht, teils mit Installationen von innen kombiniert und durch das Harfenspiel von Blanka Münzberg begleitet. Ein Kunstprojekt, das besonders mit dem Einsetzen der Dunkelheit zunehmend Wirkung entfaltete.