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Neues Projekt

So wollen zwei Ehrenamtler den Klimaschutz in Nossendorf voranbringen

Nossendorf / Lesedauer: 2 min

Die Zukunft mitgestalten, das eigene Dorf und seine Gemeinschaft voranbringen sind Ideen, die Kati Ilgen begeistern. Im Projekt KlikKs ist sie Klimapatin und sucht nun Mitstreiter.
Veröffentlicht:08.02.2024, 05:47

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"Jeder kann eine Kleinigkeit fürs Klima tun", sagt Kati Ilgen. Gemeinsam mit Werner Wirdemann ist sie seit Juni 2023 als ehrenamtliche "Klimapatin" in Nossendorf tätig. Doch was bedeutet das? Über das Projekt "Klimaschutz in kleinen Kommunen und Stadtteilen durch ehrenamtliche Klimaschutzpaten" – kurz KlikKS sollen gemeinsam mit Bürgern Maßnahmen entwickelt werden, um den Klimaschutz vor Ort voranzubringen und die Lebensqualität in den Gemeinden zu steigern.

Infoveranstaltung zur Photovoltaik für Eigenheimbesitzer

Federführend bei diesem Vorhaben ist die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV). "Initiiert wurde das Projekt von der Bundesregierung in der Hoffnung, dass möglichst viele Bundesländer daran teilnehmen", berichtet Kati Ilgen. "Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den ersten acht, die hier mitmachen."

So sollen Zukunftswerkstätten aufgebaut werden, um mit neuen Ideen den Klimaschutz in kommunalen Projekten zu verbessern. Da kommen einem zuerst die erneuerbaren Energien in den Sinn, die durch die großen Wind- und Solarparks in zahlreichen Dörfern schon reichlich Kritik ausgelöst haben. Ob auch Eigenheimbesitzer durch Photovoltaik Geld sparen können, ist von Fall zu Fall verschieden und sollte einzeln betrachtet werden. "Wie das geht, wollen wir in einer ersten Veranstaltung am Mittwoch, 28. Februar, ab 18 Uhr im Nossendorfer Kulturhaus zeigen", kündigt Ilgen an. 

Für sie sind erneuerbare Energien aber nur ein Teil für eine bessere Klimabilanz. Die Klimaschuzpatin denkt auch an den Ausbau der Radwege, um die Mobilität in der Gemeinde umweltfreundlicher zu gestalten. Das Pflanzen von Bäumen würde zudem nicht nur dem Klima helfen, sondern gleichzeitig dazu beitragen, dass die Artenvielfalt steigt. Bei Obstbäumen ließen sich die Früchte ernten und verwerten.

Tausch- und Leihbörse für Haushaltsgeräte per Whatsapp

Ilgen legt einen besonderen Wert auf Nachhaltigkeit. Die "beste" Energie sei ihrer Auffassung nach, diejenige, die erst gar nicht verbraucht wird. Auch bei Neuanschaffungen sollte bei jedem Einzelnen ein Umdenken erfolgen. "Es ist nicht nötig, sich alle möglichen Geräte für seinen Haushalt zu kaufen, die dann die meiste Zeit nutzlos herumliegen", meint Ilgen. Stattdessen sollten sich die Bürger lieber gegenseitig helfen und Geräte untereinander ausleihen. 

Damit ihr favorisiertes Tauschkonzept in der Praxis vermehrt Anwendung findet, möchte Ilgen eine eigene WhatsApp-Gruppe gründen, in der die Mitglieder schnell und unkompliziert ihre Anfragen loswerden können. So eine Gruppe hat natürlich nur dann Sinn, wenn sich möglichst viele Bürger daran beteiligen. "Das spart nicht nur Energie, sondern auch Geld", ist Ilgen überzeugt. Auch könne man etwas, was nicht mehr benötigt wird, dort anbieten, bevor es entsorgt wird.

Sicherlich gibt es noch viele weitere Ideen, wie sich in der Gemeinde Nossendorf die Klimabilanz verbessern lässt, denkt Kati Ilgen. Wer Lust hat, die Zukunft mitzugestalten und die Dorfgemeinschaft zu stärken, der kann sich bei den beiden Klimapaten melden.