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Verein will Weihnachten wie zu DDR-Zeiten erlebbar machen

Demmin / Lesedauer: 3 min

Der Demminer Heimatverein will in der Adventszeit die Weihnachtsstimmung aus DDR-Zeiten in die Stadt bringen. Dafür baut er ein Wohnzimmer nach – und braucht Hilfe.
Veröffentlicht:27.10.2023, 19:01

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Nach der erfolgreichen Premiere im Sommer soll in der Adventszeit gleich noch eine weitere Ausstellung in Erinnerung an das Demminer Heimatmuseum folgen: „Weihnachten wie damals“, lautet das Thema, für das sich die Archivgruppe des Demminer Heimatvereins entschieden hat.

Zugucken, rein gucken, mitmachen

Damals – das sind die DDR-Jahre, erläutert David Krüger, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, der sich mit seiner Sparte „Heimatarchiv“ auch um die Bestände und Sammlungen kümmert, die über mehr als einhundert Jahre von Bürgern der Hansestadt zusammengetragen worden sind. Und die sich seit der Schließung des Museums im Depot befinden. „Unser Ziel ist es, ein Wohn- und Esszimmer im 'alten Stil' einzurichten und weihnachtlich zu schmücken“, berichtet Krüger. Für die Ausstellung kann der Heimatverein kostenfrei Geschäftsräume an der Treptower Straße 30 nutzen, in denen sich zuletzt ein Nähstudio befand.

Herwig Schleicher, einer der Demminer Ausstellungsmacher, im Jahre 1965 vor dem Weihnachtsbaum. Foto: ZVG
Herwig Schleicher, einer der Demminer Ausstellungsmacher, im Jahre 1965 vor dem Weihnachtsbaum. Foto: ZVG (Foto: ZVG)

Das Ausstellungsteam freut sich bereits darauf, ein leerstehendes Ladenlokal in einen gemütlichen Raum zu verwandeln, der nicht nur bei Passanten für vorweihnachtliche Stimmung sorgt. Ab dem ersten Advent soll die Ausstellung von der Straße aus durch das Schaufenster zu sehen sein, kündigt David Krüger an. „An Aktionstagen wird zudem der Raum für alle zugänglich ‐ egal, ob als Fotokulisse, zum Vorlesen von Weihnachtsgeschichten oder bei einer gemütlichen Tasse Tee in gesellschaftlicher Runde. So soll Geschichte, verknüpft mit den Erinnerungen an früher, wieder erlebbar gemacht werden.“

DDR-Fernseher, Plattenspieler, ein Sofa und mehr

Das Ausstellungsteam um David Krüger, namentlich Dr. Kathrin Werner, Amélie von Loeper, Brigitte und Hans-Jürgen Höppner, Frank Häberer und Herwig Schleicher, freut sich bereits darauf, alles so herzurichten, wie es seinerzeit in der „guten Stube“ ausgesehen haben könnte. Die Konzeption dafür erstellt erneut Dr. Axel Wendelberger mit Unterstützung durch den Verein T30.

Doch bevor es losgehen kann, bittet die Gruppe die Demminer um Unterstützung. Denn es werden noch mehrere Ausstellungsstücke benötigt, weil im Museumsfundus leider nicht alles vorhanden ist. Neben dem typischen Weihnachtsschmuck wird insbesondere ein Teppichläufer gesucht, und eine Esstischgruppe, also Tisch und Stühle, sowie ein Sofa aus der DDR-Zeit. Freuen würde sich das Team auch über DDR-Fernseher und Plattenspieler und passendes Porzellan.

Auch Fotos werden gesucht

„Auch alte Lebensmittelverpackungen aus früherer Zeit, alte Flaschen, etc. wären interessant“, so David Krüger. „Falls jemand solche Dinge spenden oder an uns ausleihen möchte, wäre dies sehr hilfreich. Gerne würden wir auch alte Fotos von (Familien-)Weihnachtsfeiern zeigen, vielleicht hat der eine oder andere ja noch alte Fotografien im Fotoalbum?“

Blick zu DDR-Zeiten auf das verschneite Demmin. Für eine Ausstellung sucht der Heimatverein jetzt Fotos, die einen Blick in die festlich geschmückten privaten Weihnachtsstuben ermöglichen.
Blick zu DDR-Zeiten auf das verschneite Demmin. Für eine Ausstellung sucht der Heimatverein jetzt Fotos, die einen Blick in die festlich geschmückten privaten Weihnachtsstuben ermöglichen. (Foto: ZVG)

Und damit die Türe der Demminer Weihnachtsstube geöffnet werden kann, würde sich die Gruppe zudem über weitere Vorschläge für Aktionstage freuen. Denkbar wäre beispielsweise ein gemeinsames Weihnachtsliedersingen. Interessenten werden gebeten, sich bei David Krüger zu melden, Tel. 03998/2279748, oder per E-Mail: [email protected]. Auch für Rückfragen steht er gerne zur Verfügung.