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Gebäude–Sanierung

Was aus einer Bahnhofs–Ruine werden kann

Sternfeld / Lesedauer: 2 min

Am Sternfelder Bahnhof soll es weiter vorangehen. Deshalb gibt es nun Pläne für eine Sanierung des ehemaligen Güterschuppens auf dem Areal. 
Veröffentlicht:21.08.2023, 12:30

Von:
  • Lisa Gutzat
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Der Sternfelder Bahnhof soll auf Vordermann gebracht werden. Deshalb wird das Empfangsgebäude bereits seit Mai saniert. Als nächstes ist der ehemalige Güterschuppen auf dem Bahnhofsareal an der Reihe. Das heruntergekommene Gebäude soll in Zukunft nämlich produktiv und flexibel genutzt werden können.

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Demnach ist für den Schuppen ein Mehrzweckraum für unterschiedliche Nutzungsgruppen geplant, verrät Christian Schmidt, Projektleiter der Schloss Broock GmbH. Auf einer Fläche von etwa 50 Quadratmetern will die Gesellschaft in Sternfeld einen Raum unter anderem für Coworking (Zusammenarbeit von Freiberuflern), Ausstellungen, Tagungen und andere Veranstaltungen entstehen lassen.

Gebäude komplett erneuern

Doch dazu muss das Gebäude komplett erneuert und zugemauerte Fenster wieder geöffnet werden, weiß der Projektleiter. „Das Dach muss zum Großteil erneuert werden“, betont Schmidt. Das ist mittlerweile nämlich marode.

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Dann sollen nicht nur Bewohner, Künstler, Projekt– und Kulturinitiativen den geplanten Mehrzweckraum nutzen können, sondern auch Firmen und Universitätseinrichtungen. Zudem begünstigen der Außenbereich sowie die angrenzende Terrasse viele Veranstaltungen.

Wichtig sei dabei auch, dass das Gebäude auf ein barrierefreies Niveau gebracht wird, sagt Schmidt. „Sternfeld wurde in der Vergangenheit sehr vernachlässigt und da wollen wir gegenwirken“, betonte der Projektleiter, als er das Projekt „Sternsch(n)uppen“ der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Demminer Land“ vorstellte. 

Hoffen auf europäische Fördergelder

Denn die Schloss Broock GmbH hofft auf EU–Fördergelder aus dem Programm LEADER für die Verwirklichung dieses Vorhabens in Sternfeld. Die Abkürzung steht für „Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“, was übersetzt „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ bedeutet.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gehört seit 1995 zu den Regionen, die von diesem Programm zur Entwicklung des ländlichen Raumes profitieren.

Damit der ehemalige Güterschuppen so bald wie möglich genutzt werden kann, sollen die Bauarbeiten bereits 2024 beginnen und im selben Jahr auch beendet werden, sagt Schmidt. Doch dazu benötigt wird erst einmal eine bestimmte Summe Geld. Demnach soll die Sanierung des Güterschuppens rund 183 000 Euro kosten.

Um diesen Betrag stemmen zu können, versucht die Gesellschaft 100 000 Euro aus dem LEADER–Programm zu akquirieren und will einen Eigenanteil in Höhe von 83 000 Euro aufbringen. Zudem wolle die Gemeinde Hohenmocker das Projekt mitfinanzieren.