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Unfall bei Gützkow

Zerstörtes Feuerwehrauto soll ersetzt werden

Gützkow / Lesedauer: 2 min

Nach dem schweren Unfall mit einem Feuerwehr-Fahrzeug verspricht der Landkreis einen Neuwagen für die Kameraden. Vorläufig wurde ein Ersatzfahrzeug bereitgestellt.
Veröffentlicht:24.02.2022, 12:45

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Für das am Samstag bei einem Unfall stark beschädigte Löschgruppenfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Gützkow soll es möglichst bald einen gleichwertigen Ersatz geben. „Wir bemühen uns, um den Kameraden schnellstmöglich ein neuwertiges Fahrzeug bereitstellen zu können“, sagte der Landrat von Mecklenburg-Vorpommern, Michael Sack (CDU), dem Nordkurier.

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Als vorläufiger Ersatz sei bereits ein Ausbildungsfahrzeug der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Pasewalk zur Verfügung gestellt worden. Dieses Fahrzeug werde im Moment pandemiebedingt nur sehr wenig für Ausbildungszwecke gebraucht, sagte Sack.

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„Gegenwärtig sind wir im Gespräch mit dem Kreisfeuerwehrverband, um entsprechende Fördermittelgelder kurzfristig zu beantragen.“ Zudem werde bereits mit der Versicherung verhandelt. „Sobald wir die Finanzierung geklärt haben, werden wir die entsprechende Bestellung auslösen. Allerdings seien die Wartezeiten für neuwertige Feuerwehr-Einsatzfahrzeug derzeit relativ lang.“

34-Jähriger schwer verletzt

Dem Vernehmen nach kostet ein solche Löschgruppen Fahrzeug schätzungsweise rund 250.000 Euro. Der Wagen war schwer beschädigt worden, als am Samstag Orkantief „Zeynep“ über Norddeutschland wütete.

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Ein 56-jähriger Pkw-Fahrer war auf der Kreuzung der Anschlussstelle Gützkow und der B 111 in das im Einsatz befindliche Löschgruppenfahrzeug gerast, das daraufhin mit einem Ampelmast kollidierte. Dabei wurden fünf Einsatzkräfte verletzt, der 34 Jahre alte Beifahrer im Löschfahrzeug schwer. Auch der Pkw-Fahrer erlitt leichte Verletzungen.

Nach Angaben des Landkreises kam es bei den vergangenen Stürmen zu 543 wetterbedingten Einsätzen der Feuerwehren. Allein entlang der Kreisstraßen und Radwege mussten bis zu 300 Bäume gefällt beziehungsweise entsorgt werden. Hinzu kamen Schäden durch Bäume, die von Privatflächen auf die Fahrbahnen gestürzt waren. In einigen Fällen sei es derzeit schwierig, die jeweiligen Eigentümer für die Entsorgung der Bäume zu ermitteln, sagte Landrat Sack.

Zur Schadensanalyse sollen in den nächsten Wochen sämtliche Alleebäume auf ihre Standsicherheit untersucht werden. „Wir erwarten noch deutliche Folgeschäden, denn es müssten weitere Bäume gefällt werden, deren Wurzelbällen angerissen wurden.“