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Anschlag auf AKW Lubmin? Opposition fordert Aufklärung

Hamburg / Lesedauer: 2 min

Laut eines Medienberichtes gab es Pläne für einen Anschlag auf das stillgelegte Kernkraftwerk bei Greifswald. Die AfD kritisiert das Schweigen des MV-Innenministers.
Veröffentlicht:31.08.2022, 14:58

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Am Dienstagabend verursachte ein Bericht der Bild-Zeitung mächtig Aufsehen und Aufregung: Demnach soll ein Verdächtiger mit 200 Kilogramm Sprengstoff auf der Flucht sein und ein Anschlag auf das stillgelegte Atomkraftwerk bei Greifswald geplant gewesen sein.

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Auf Nachfrage stellte die Staatsanwaltschaft Hamburg anschließend fest, dass sie gegen einen 34-jährigen zuletzt in Hamburg wohnhaften armenischen Staatsangehörigen unter anderem wegen Straftaten nach dem Waffengesetz und dem Kriegswaffenkontrollgesetz ermittele. Der Beschuldigte soll in der Zeit vom 16. bis 20. August Kriegs- und Schusswaffen besessen sowie mit ihnen Handel getrieben haben.

In diesem Zusammenhang waren am Wochenende 19./20. August verschiedene Objekte in Hamburg und Niedersachsen durchsucht worden. Dabei wurden unter anderem eine Pistole und eine Maschinenpistole sichergestellt. Der Beschuldigte selbst befindet sich laut Staatsanwaltschaft seit dem 21. August in Untersuchungshaft. Seine mutmaßlichen Waffengeschäfte seien Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen.

„Valide Anzeichen für ein geplantes Sprengstoffattentat oder den Handel mit großen Mengen an Sprengstoff bestehen gegenwärtig nicht”, sagte eine Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg. Anhaltspunkte für einen mit Sprengstoff auf der Flucht befindlichen Täter/Mittäter gäbe es nicht.

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Dass alles aber reicht Nikolaus Kramer, Fraktionschef der AfD im MV-Landtag, an Aufklärung nicht. „Es ist eine Frechheit, dass die Abgeordneten erst aus der Presse von den Anschlagsplänen eines Armeniers und seines Komplizen erfahren. Der Umgang des Innenministers mit diesem Vorfall zeichnet ein äußerst besorgniserregendes Bild seines Verständnisses von Innerer Sicherheit”, sagte Kramer.

Der AfD-Politiker fordert, dass „MV-Innenminister Christian Pegel (SPD) in der Sitzung des Innenausschusses am Donnerstag die Mitglieder über den Stand der Ermittlungen und über die bisherigen Erkenntnisse restlos informiert”.