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Landwirtschaft

Bauern protestieren mit "Mahnfeuern" gegen Agrarpolitik

Kemnitz / Lesedauer: 1 min

Es brannte an mehreren Orten in Mecklenburg-Vorpommern: Die Initiative „Land schafft Verbindung” hielt mehrere Mahnfeuer ab.
Veröffentlicht:04.01.2020, 22:08
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Mit Mahnfeuern hat die Initiative „Land schafft Verbindung“ in Mecklenburg-Vorpommern auf die Situation der Bauern aufmerksam gemacht. Ein Feuer loderte am Samstag auf einem Feld bei Kemnitz-Neuendorf (Vorpommern-Greifswald). Aktionen waren auch an Straßen bei Röbel (Mecklenburgische Seenplatte), Cambs und Wöbbelin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) sowie in Bandelin (Vorpommern-Greifswald) geplant.

Nach wie vor keine Verbesserungen für die Landwirte

Die Situation der regionalen Landwirtschaft ist nach Ansicht der Organisatoren kritisch. Die aktuelle Agrar- und Umweltpolitik gefährde die Betriebe und die gesellschaftlich gewünschte regionale Lebensmittelproduktion und sei kein Garant für mehr Grundwasser-, Umwelt- und Tierschutz. Kritikpunkte sind vor allem die schärferen Vorgaben zum Insekten- und Umweltschutz sowie die Düngebeschränkungen zum Schutz des Grundwassers vor Nitratbelastungen.

Sabine Firnhaber vom Organisationsteam sagte im Vorfeld, es werde immer präziser gedüngt und gespritzt. Der Verbrauch an Pflanzenschutzmitteln sei bereits zurückgegangen. Pflanzen auf den Feldern müssten aber versorgt werden. Die Bauern würden zu Unrecht für die Nitratbelastung des Wassers verantwortlich gemacht. Einträge könnten auch durch Kläranlagen, undichte Abwasserleitungen oder Industrieabwässer erfolgen. Bei den bisherigen Protestaktionen hätten die Landwirte viel Zustimmung erfahren: „Wir haben schon den Eindruck, dass wir anders wahrgenommen werden“, sagte sie.