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Brutaler Tat in Greifswald – Mann getötet und zerstückelt

Greifswald / Lesedauer: 2 min

Weil zwei Männer lieber zur Polizei gingen, anstatt beim Entsorgen der Leiche zu helfen, ist in Greifswald offenbar eine schreckliche Tat aufgeflogen.
Veröffentlicht:22.10.2023, 17:19

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In einer Greifswalder Wohnung ist ein Mann mutmaßlich ermordet und anschließend zerstückelt worden. Die Polizei konnte in einer am Sonntagabend verbreiteten Mitteilung zunächst keine Angaben über Alter und Herkunft des Mannes machen. Die Tat soll sich bereits am Freitag ereignet haben. Zwei Tatverdächtige befinden sich in Gewahrsam.

Die Tatverdächtigen wollten Komplizen für Abtransport anheuern

Aufgeflogen war die Bluttat, weil die beiden Tatverdächtigen versuchten, zwei Komplizen für den Abtransport der Leiche anzuheuern. Diese gingen allerdings lieber zur Polizei und gaben den Beamten einen Hinweis. Dabei half wohl auch, dass die Tatverdächtigen den beiden Männern Fotos von der Leiche gezeigt hatten.

Die Polizei durchsuchte daraufhin die besagte Wohnung in der Einsteinstraße im Stadtteil Schönwalde und stieß tatsächlich auf den zerstückelten Leichnam. „Es waren sehr viele Einzelteile“, berichtete eine Polizeisprecherin. Wer der Tote ist, ist bislang allerdings unklar, denn der Mann konnte noch nicht identifiziert werden. Es gebe die Vermutung, dass er zum Bekanntenkreis der Tatverdächtigen gehörte. In der Wohnung befanden sich laut Polizei zudem zwei Tatverdächtige, von denen einer sofort festgenommen wurde, während der andere zunächst fliehen konnte.

Zweiter Tatverdächtige stellte sich auf Parkplatz

Obwohl die Polizei unmittelbar danach mit allen verfügbaren Kräften nach dem Mann fahndete, konnte er zunächst nicht gefunden werden. Am Sonntagmittag meldete er sich aber telefonisch bei der Polizei und stellte sich am Sonntagmittag auf einem Parkplatz. Für die Festnahme wurden Kräfte des Spezialeinsatzkommandos hinzugezogen.

In diesem Aufgang hatte die Polizei Leichenteile in einer Wohnung gefunden.
In diesem Aufgang hatte die Polizei Leichenteile in einer Wohnung gefunden. (Foto: Tilo Wallrodt)

Wie die Polizei mitteilte, sind die beiden Tatverdächtigen 27 und 28 Jahre alt. Beide sind Deutsche und „unter anderem wegen Rohheitsdelikten“, darunter mehrfache Körperverletzung, bei der Polizei bekannt. Sie sollen in Kürze einem Haftrichter vorgeführt werden. Die weiteren Hintergründe der Tat müssen nun von Polizei und Staatsanwaltschaft in den kommenden Tagen aufgeklärt werden.