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Bund kauft Nordstream-2-Ersatzrohre für LNG-Terminal

Ludmin / Lesedauer: 1 min

Für den Bau des geplanten LNG-Terminals vor der Ostsee–Insel Rügen sollen nun Rohre genutzt werden, die eigentlich für die Gaspipeline Nord Stream 2 gedacht waren.
Veröffentlicht:17.04.2023, 21:25

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Für den Bau des geplanten LNG-Terminals vor der Ostsee-Insel Rügen sollen Rohre genutzt werden, die eigentlich für die Gaspipeline Nord Stream 2 gedacht waren. Der Bund habe dafür Ersatzröhren der Pipeline gekauft, bestätigte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums am Montagabend in Berlin. Nach einem Bericht der „Ostsee-Zeitung“ wurden mehrere tausend Rohre gekauft. Das Ministerium teilte dazu mit: „Über die Menge der Rohre und die Kosten können wir keine Auskunft geben, da die Verträge als vertraulich eingestuft wurden.“

Nach früheren Angaben der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern lagern in Sassnitz auf Rügen Nord-Stream-2-Rohre mit einer Gesamtlänge von 60 Kilometern. Das Ministerium hob hervor, dass alle sanktionsrechtlichen Fragen mit dem Verkäufer geklärt worden seien, der Nord Stream 2 AG. Zudem sei geprüft worden, ob auch Unterlagen, Messdaten und Gutachten zur Erdgaspipeline erworben werden.

Der Bund will vor Rügen ein schwimmendes Terminal für Flüssigerdgas (LNG) errichten. Favorisiert wird derzeit als Standort der Sassnitzer Hafen Mukran. Die Anlage soll helfen, Deutschlands Gasversorgung zu sichern, seit kein Gas mehr von Russland bezogen wird. Der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 wurde abgeschlossen. Angesichts des russischen Überfalls auf die Ukraine ging sie aber nicht in Betrieb.