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Claudia Schulz neue Frontfrau der Grünen in MV

Güstrow / Lesedauer: 2 min

Die Grünen wollen den Einsatz von Ackergiften in MV in den nächsten fünf Jahren halbieren, um den Artenschwund zu stoppen.
Veröffentlicht:24.02.2018, 19:04
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Die Rostocker Agrarökologin Claudia Schulz wurde bei einer Landesdelegiertenkonferenz am Samstag in Güstrow zur Landesvorsitzenden der Grünen gewählt. Sie erhielt 53 von 75 abgegebenen Stimmen.

Die 40-Jährige löst Claudia Müller ab, die im Herbst 2017 in den Bundestag gewählt worden war und deshalb zurücktrat. Sie könne nicht in Berlin arbeiten und zugleich in Mecklenburg-Vorpommern die Präsenz zeigen, die für das Amt der Landesvorsitzenden nötig sei, sagte Müller in Güstrow. Der Co-Vorsitzende Johann-Georg Jaeger behält seinen Posten. Die Amtszeit endet im Herbst 2018.

Zehn Prozent der Äcker sollen brach bleiben

Inhaltlicher Schwerpunkt des Parteitags war das Artensterben in der Agrarlandschaft. Die Delegierten forderten die Landesregierung einstimmig zum raschen und entschiedenen Handeln auf. Sie verlangten, den Einsatz von Ackergiften in Mecklenburg-Vorpommern bis zum Jahr 2023 zu halbieren. Dazu müssten die Bauern individuell beraten werden, das Land müsse ein entsprechendes Programm auflegen. Außerdem sollten aus Sicht der Grünen künftig zehn Prozent aller Agrarflächen brach liegen gelassen werden. Dies sei ein einfaches und sehr effektives Instrument für mehr Biodiversität, hieß es.

Eine weitere Forderung des Leitantrags betrifft eine stärkere Förderung der Bio-Landwirtschaft. Nötig seien dazu die Stärkung von Forschung und Lehre sowie die Schaffung eines gut ausgestatteten Ökolandbauzentrums. Von der EU verlangten die MV-Grünen eine grundlegende Reform der Agrarpolitik sowie die Auflegung eines EU-Naturschutzfonds in Höhe von 15 Milliarden Euro.