StartseiteRegionalMecklenburg-VorpommernDutzende Firmen in MV von Ukrainekrise betroffen

Wirtschafts-Folgen

Dutzende Firmen in MV von Ukrainekrise betroffen

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

Unternehmen in der Region, die mit Russland oder der Ukraine Handel betreiben, sind in den Krisenmodus gegangen. Besonders eine Entwicklung bereitet der Wirtschaft Sorgen.
Veröffentlicht:25.02.2022, 05:55

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Die Unternehmen in der Region müssen von schweren Folgen des Ukraine-Konflikts für ihre Entwicklung ausgehen. „Wie schlimm das am Ende sein wird, ist noch völlig offen”, sagte Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg. Insbesondere der zu erwartende weitere starke Anstieg der Energiepreise könne Wirtschaft wie Verbraucher schwer belasten. Laut Konjunkturumfrage sehen Unternehmen in der Seenplatte und in Vorpommern-Greifswald in den steigenden Energie- und Materialpreisen das größte Risiko für ihre Entwicklung in den kommenden Monaten. Die geplante Entlastung durch Anschaffung der EEG-Umlage von wenigen Cent falle angesichts der aktuellen Eskalation kaum ins Gewicht, so Haasch.

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Aus der Region pflegen derzeit laut IHK rund 80 Unternehmen wirtschaftliche Beziehungen zu russischen Partnern. Schwerpunktbranchen seien unter anderem Lebensmittelverarbeitung, Pharmazie oder der Bereich Landmaschinen. 40 Firmen seien im Ukrainegeschäft tätig. In mehreren Fällen unterhielten Unternehmen zu beiden Ländern gleichzeitig Kontakte. „Die sind derzeit alle im Krisenmodus, niemand weiß, wie es weiter geht”, so Hauptgeschäftsführer Haasch.

„Mir macht jetzt Sorge, was mit Europa passiert”, sagte er. Das habe unmittelbare Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand. Aus seiner Sicht wird es dringend nötig sein, die Energieversorgung auf ein sicheres Fundament zu stellen. Haasch verweist auf die Diskussion, ob verbliebene Kohle- und Atomkraftwerke tatsächlich abgeschaltet werden könnten.