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Ermittlungen gegen Klimakleber in Stralsund – das ist der aktuelle Stand

Stralsund / Lesedauer: 2 min

Der Lkw-Fahrer, der einen Klimakleber an einer Kreuzung in Stralsund mit sich schleifte, steht bald vor Gericht. Anders ist es bei denen, die die Straße blockierten.
Veröffentlicht:03.11.2023, 05:43

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Die Ermittlungen gegen Mitglieder der sogenannten „Letzten Generation“, die im Juli dieses Jahres eine Kreuzung in Stralsund blockiert hatten, sind noch immer nicht abgeschlossen. Das sagte Martin Cloppenburg von der Staatsanwaltschaft Stralsund. Mehrere Personen hatten sich auf eine Kreuzung des Heinrich-Heine-Rings in Stralsund gesetzt und den Autoverkehr damit zum Stehen gebracht. Ein Lkw-Fahrer verlor die Nerven, drohte einem Protestler mit der Faust und schleifte einen weiteren mit seinem Lkw mit. Gegen ihn wird bald ein Strafverfahren vor Gericht eröffnet.

Detailfragen wichtig für strafrechtliche Einordnung

Die radikalen Demonstranten von der „Letzten Generation“ müssen allerdings vorerst noch kein Gerichtsverfahren fürchten. Zwar werde weiterhin wegen des Verdachts der Nötigung gegen sie ermittelt. Die Ermittlungen dürften aber noch einige Zeit andauern, wie Oberstaatsanwalt Cloppenburg sagte. Zum einen müssten noch weitere Zeugen befragt werden, zum anderen sei es schwierig, den genauen Ablauf zu rekonstruieren. Es hätten sich verschiedene Mitglieder der „Letzten Generation“ zu unterschiedlichen Zeiten auf der Kreuzung befunden. Wer hat sich auf die Straße geklebt, wer nur hingesetzt? Wie lange brauchte Polizei bis zum Einsatzort? Wie waren die genauen zeitlichen Abläufe? Das alles seien Fragen, die für die strafrechtliche Einordnung der Gerichte überaus wichtig seien. Entsprechend gründlich arbeite die Staatsanwaltschaft in ihren Ermittlungen, so Cloppenburg. 

Wann die Ermittlungen abgeschlossen sind und womöglich Anklage erhoben wird, ist noch unklar. Es dürften aber noch einige Wochen ins Land ziehen.