Corona-Virus

Erstes Institut für Long Covid soll in MV entstehen

Rostock / Lesedauer: 2 min

Die bundesweit bekannte Pulmologin Jördis Frommhold will zum 1. Oktober das deutschlandweit erste Institut für Long Covid gründen.
Veröffentlicht:09.09.2022, 05:59
Aktualisiert:09.09.2022, 16:36

Von:
Artikel teilen:

In Rostock soll zum 1. Oktober ein Institut für Long Covid gegründet werden. Es ist deutschlandweit das erste dieser Art. Leiterin des Instituts wird die bundesweit bekannte Pulmologin Jördis Frommhold.

Lesen Sie auch: Therapie für Long Covid-Patienten – „Ich komme nicht mehr richtig auf die Beine“

Renommierte Ärztin aus MV

Frommhold ist Präsidentin des "Ärzte und Ärztinnenverbandes Long Covid" und bisherige Chefärztin der Median Klinik in Heiligendamm. Seit Beginn der Pandemie wurde Frommhold als Expertin für die Folgen von Corona-Infektionen in der Öffentlichkeit bekannt. Vergangenes Jahr wurde sie als „Frau des Jahres“ von der Landesregierung ausgezeichnet. Ihre Anstellung bei der Median Klinik habe sie gekündigt, erklärte Frommhold gegenüber dem Nordkurier.

Lesen Sie auch: Diese Symptome sind typisch für Long Covid

Erfahrungen in der Corona-Therapie

Als Grund für die Neugründung gab sie an, dass sie ihre positiven Erfahrungen in der Therapie und Reha bei Long Covid-Patienten an möglichst viele Menschen weitergeben wolle. Es solle nicht nur eine Klinik profitieren.

Derzeit laufe eine Studie, an der neben der Median Klinik in Heiligendamm fünf weitere Kliniken beteiligt seien – Ziel sei es, den Effekt der angewendeten Maßnahmen auf die Gesundheit der Long Covid-Patienten bis zu zwölf Monate nach Abschluss der Reha zu messen.

Jördis Frommhold wolle sich mit dem Institut auf den Patienten-Nutzen fokussieren – Patienten sollen beraten werden, welche Therapie am besten für sie geeignet sei. Das Institut versteht sich zudem auch als Ansprechpartner für andere Ärzte. Darüber hinaus existiere bereits eine Kooperation mit der Uni Greifswald – eine Zusammenarbeit mit der Uni Rostock solle folgen.