StartseiteRegionalMecklenburg-VorpommernFlüchtlinge in MV — Mehr Wohnraum, weniger Massenunterkünfte

Manuela Schwesig

Flüchtlinge in MV — Mehr Wohnraum, weniger Massenunterkünfte

Schwerin / Lesedauer: 1 min

Riesige Containerdörfer haben riesigen Protest in Mecklenburg–Vorpommern ausgelöst – jetzt ändern Landesregierung und Kommunen ihre Flüchtlingspolitik. 
Veröffentlicht:27.03.2023, 19:19

Artikel teilen:

Die rot–rote Landesregierung und die Spitzen der Kommunen wollen mit einem Sonderprogramm die Instandsetzung von Wohnraum fördern. „Um zügig voranzukommen, stellt das Land Wohnungsbaugenossenschaften, kommunalen Wohnungsunternehmen und Vermietern bis zu 5000 Euro pro Wohnung für die kurzfristige Herrichtung von leer stehenden Wohnungen zur Verfügung“, teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Montagabend nach einem mehrstündigen Arbeitsgespräch mit.

Mehr lesen: MV-Landtag lehnt Aufnahmestopp für Flüchtlinge ab

Große Flüchtlingsunterkünfte vermeiden

Es sei wichtig, jeden Wohnraum im Land zu nutzen. Sowohl für die Familien, für die Rentner, für Studierende oder eben auch für Schutz suchende Flüchtlinge, so die SPD–Politikerin. Mit Blick auf die Unterbringung von Flüchtlingen wollen Landesregierung und Kommunen künftig die großen Unterkünfte vermeiden und dezentrale Angebote schaffen, erklärten die Teilnehmer in einer gemeinsamen Vereinbarung.

Ein weiteres Diskussionsthema bei dem Arbeitsgespräch im Innenministerium war die Energiepolitik. „Die Umsetzung der Energiewende erfordert ein koordiniertes Vorgehen von Bund, Ländern und Kommunen. Wir wollen Angebote und konkrete Unterstützung statt Verbote und Zwänge“, betonte Schwesig.  

Mehr lesen Migration: „Ukrainische Flüchtlinge werden bevorzugt‟ – Streit um Flüchtlinge an der Seenplatte