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Pressekonferenz

Forscher: Nord– und Ostsee werden sich gravierend verändern

Kiel / Lesedauer: 1 min

Meereswissenschaftler erwarten in den nächsten 25 Jahren gravierende Veränderungen in Nord– und Ostsee. „Nicht nur die Folgen des Klimawandels werden die Regionen weiter belasten“, sagte die Sprecherin einer Forschungsmission der Deutschen Allianz Meeresforschung, Prof.
Veröffentlicht:30.08.2023, 13:33

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Meereswissenschaftler erwarten in den nächsten 25 Jahren gravierende Veränderungen in Nord– und Ostsee. „Nicht nur die Folgen des Klimawandels werden die Regionen weiter belasten“, sagte die Sprecherin einer Forschungsmission der Deutschen Allianz Meeresforschung, Prof. Corinna Schrum vom Helmholtz–Zentrum Hereon, am Mittwoch in Kiel bei einem dreitägigen Kongress mit rund 170 deutschen Meereswissenschaftlern. „Auch die verstärkte Nutzung durch Industrie, Schifffahrt, Militär und für die Energieerzeugung wird sich massiv auf die Ökosysteme auswirken.“ Das sei eine Herausforderung für die Fischerei und den Meeresschutz, aber auch für die Forschung.

Als konkrete Beispiele für Veränderungen nannte Schrum eine weitere Erwärmung und Versauerung des Wassers. Ein „riesengroßer Akteur“ sei daneben der Ausbau der Offshore–Windenergie, in dessen Folge sich physikalische Bedingungen verändern würden. „Die Zirkulation wird sich verändern, das Windfeld wird sich verändern — und das hat Auswirkungen auf die Biogeochemie, auf die Biologie, auf das Artenspektrum.“ Damit werde es ganz umfassende regionale Veränderungen geben. „Das muss nicht alles negativ sein“, sagte Schrum. Manche Arten würden zurückgehen und andere zunehmen.