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Energiekrise

Große Ablehnung von LNG–Terminal vor Insel Rügen

Binz / Lesedauer: 2 min

Das geplante Terminal für Flüssigerdgas vor oder auf Rügen wird im Nordosten besonders ausgeprägt abgelehnt. Auch eine Petition wird immer öfter gezeichnet.
Veröffentlicht:29.03.2023, 06:28

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Laut einer aktuellen Umfrage ist die Ablehnung eines geplanten Terminals für Flüssigerdgas vor oder auf Rügen im Nordosten besonders ausgeprägt. Mehr als 72 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg–Vorpommern lehnen demnach den dortigen Bau solcher Anlagen ab.

Zustimmung in MV deutlich unter 20 Prozent

Laut der am Mittwoch veröffentlichten Online–Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Gemeinde Binz sind es bundesweit knapp die Hälfte (48,4 Prozent). Zustimmung zu dem Bau kam in MV demnach nur von 17,5 Prozent und bundesweit von gut einem Drittel.

Nach einer ersten Mitte März veröffentlichten Umfrage wurden für die aktuelle Erhebung den Angaben zufolge nicht 5000, sondern 10.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Damit sei die Stichprobe auch für Mecklenburg–Vorpommern repräsentativ. Zudem wurde dieses Mal nicht nach einer möglichen Anlage „an der Küste Rügens“, sondern „am Standort Insel Rügen“ gefragt.

Angesichts großen Widerstands hatte das Bundeswirtschaftsministerium vom umstrittenen Standort fünf Kilometer vor der Küste Sellins Abstand genommen. Vielmehr präferierte es nach dpa–Informationen zuletzt den Hafen von Mukran als alternativen Standort. Gemeinden im Südosten der Insel Rügen haben auch dazu bereits ihre Ablehnung bekundet.

Bundestagspetition wird immer öfter gezeichnet

Auch eine Bundestagspetition der Gegner erhält nach Angaben der Organisatoren weiter Zulauf. Demnach kam sie zuletzt online auf 17.000 und auf Papierlisten auf 27.000 Mitzeichner. Man sei optimistisch in der verbleibenden Woche das Quorum von 50.000 zu erreichen. Dann müssten die Petenten in einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses angehört werden.