Corona in MV

Immer mehr Patienten sagen ihre Impftermine ab

Schwerin / Lesedauer: 2 min

Bis zu 40 Prozent der Termine in den Impfzentren in Mecklenburg-Vorpommern werden aktuell nicht wahrgenommen. Jetzt reagiert der Gesundheitsminister.
Veröffentlicht:22.06.2021, 12:43
Aktualisiert:06.01.2022, 21:59

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Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) hat am Dienstag nochmals eindringlich für die Corona-Schutzimpfung geworben. „Wir kommen beim Impfen voran. Wir sehen dennoch bereits jetzt, dass Termine vermehrt bei den Impfzentren ausfallen müssen, weil keiner kommt. Das mag mit der Urlaubszeit zusammenhängen oder damit, dass auch Termine bei niedergelassenen Ärzten wahrgenommen werden. Das ist noch eine Momentaufnahme, verstetigt sich hoffentlich nicht. Der Impfstoff ist vorhanden. Es sind Termine über das Online-Tool oder über die Hotline buchbar”, sagte Glawe.

In den Impfzentren des Landes schwanken die Terminabsagen tageweise zwischen 15 und 40 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern wurden bislang über 1,35 Millionen Impfungen durchgeführt – davon über 842.000 Erstimpfungen (Quote: 52,4 Prozent). Als vollständig geimpft gelten nach Angaben des Robert-Koch-Institutes 544.000 Personen (Quote: 33,8 Prozent). Das ist also bereits jeder dritte Einwohner des Landes.

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Extra-Hotline für Terminabsagen

Glawe betonte, dass es wichtig sei, vereinbarte Impftermine auch einzuhalten. „Das Gleiche, was für Verabredungen im Privaten gilt, sollte auch bei der Wahrnehmung von Impfungen gelten: Wer einen Termin macht, sollte ihn auch einhalten oder wenn was dazwischen kommt, bitte auch absagen. Die Möglichkeiten dafür sind vorhanden”, appellierte der CDU-Minister. Über die Extra-Hotline für Terminabsage (0385/20279918) können sowohl Online-Termine als auch telefonisch vereinbarte Termine abgesagt werden. Darüber hinaus sind Terminabsagen auch per Mail möglich. Dazu hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales eine Mailadresse geschaltet: [email protected].

Nach Nordkurier-Informationen war das Absagen von Impfterminen bisher eher ein schwieriges Unterfangen, da es sowohl digital als auch telefonisch äußerst schwierig gewesen sein soll, Kontakt beziehungsweise Rückmeldungen von den Impfzentren zu erhalten.

Ziel Herdenimmunität erreichen – Zweitimpfung wahrnehmen

„Auch wenn die Temperaturen steigen, die Inzidenzen sinken und wir uns alle auf ein paar Tage Erholung freuen, ist es wichtig, den Impfschutz gegen das Corona-Virus nicht aus den Augen zu verlieren. Die Pandemie ist nicht vorbei. Um weitgehend viele Regeln und Maßnahmen dauerhaft entweder zu lockern oder auch ganz darauf verzichten zu können, brauchen wir am Ende die Herdenimmunität. Erst mit der Zweitimpfung gibt es einen vollständigen Impfschutz”, sagte Glawe.

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