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Ist der Himmel über MV vom Sahara-Staub getrübt?

Neubrandenburg / Lesedauer: 2 min

Der Himmel über MV ist am Donnerstagmorgen leicht getrübt und rötlich verfärbt. Aber liegt das schon an den Winden aus Afrika, die uns Sahara-Staub bringen?
Veröffentlicht:17.03.2022, 10:39

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Die meisten „Saharastaub-Ereignisse” bleiben weitgehend unbemerkt. Liegt jedoch besonders viel Staub in der Luft, ist es selbst bei wolkenlosem Himmel ungewöhnlich dämmrig, der Himmel gelb, rot oder braun verfärbt, die Sonne trüb wie hinter Milchglas. So zeigte sich auch der Himmel über Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstagmorgen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) weiß auch wieso: „Im Osten und Südosten ist es meist trocken, aber es gibt ebenfalls viele Wolken oder milchig-trüben Himmel durch Saharastaub.”

Starke Winde aus Nordafrika wirbeln Sand auf

Der Grund dafür sind bodennahe Turbulenzen, die gewaltige Mengen Sand in der Wüste Nordafrikas aufwirbeln. Die Partikel steigen bis zu fünf Kilometer in die Atmosphäre und können dort bis zu einem halben Jahr schweben. Bei gewissen Wetterlagen wird der Staub dann innerhalb weniger Tage bis nach Mitteleuropa gepustet - vor allem zwischen März und Juni sowie Oktober und November. Allerdings zeigt sich der Sahara-Staub am Donnerstag vor allem in Süddeutschland -mit gelb-rötlichem Himmel und viel Dreck auf Autos und Fensterscheiben. Das Phänomen tritt mehrmals im Jahr auf, ist derzeit aber besonders stark ausgeprägt. „Es sind immer wieder andere Regionen, die es trifft”, erläuterte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Spätestens am Freitag soll auch schon wieder Schluss sein mit dem spektakulären Anblick. „Sobald die Strömung ein bisschen dreht, ist Deutschland schon wieder raus aus der Nummer.”

Mehr zum Thema: Sahara-Staub lässt den Himmel rötlich schimmern

In der Nacht zum Freitag bleibt es übrigens noch wolkig, es wird leichter Regen erwartet. Am Freitagmorgen zieht erneut Nebel auf. Die Temperaturen sinken in der Nacht auf minus zwei bis plus zwei Grad. Vereinzelt warnt der DWD vor Glätte durch überfrierende Nässe.