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Corona-Maßnahmen

Jetzt geht auch Amthor auf Schwesig los

Schwerin / Lesedauer: 2 min

Der Druck auf die MV-Ministerpräsidentin wächst. Neben Wirtschaft, Tourismus und Handwerk fordert jetzt auch der CDU-Bundesabgeordnete Philipp Amthor klare Öffnungsszenarien.
Veröffentlicht:07.05.2021, 14:26

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Das gibt es auch nicht alle Tage – Doppelschlag vom Koalitionspartner: Nachdem sich am Freitagvormittag CDU-Landeschef Michael Sack zu Wort gemeldet und nochmals die Sorge in Richtung Manuela Schwesig geäußert hatte, den Tourismus in MV nicht abhängen zu lassen, ritt wenige Stunden später der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor aus Vorpommern die nächste Attacke.

„Die Ministerpräsidentin muss handeln”

„In der jetzigen Phase der Pandemie müssen wir die Menschen wieder mit den Zumutungen der letzten Monate versöhnen. Dafür braucht es Mut und Gestaltungswillen. Die Kreativität, die Manuela Schwesig immer wieder bei Schließungen an den Tag gelegt hat, fehlt ihr bei den jetzt notwendigen Öffnungsperspektiven scheinbar völlig”, stellte Amthor klar. Schwesigs Haltung stoße zunehmend auf Unverständnis – vor allem mit Blick auf Schule und Tourismus. „Kopf in den Sand und abwarten ist einfach zu wenig. Die Ministerpräsidentin muss handeln”, forderte Amthor.

„Extrawurst á la Schwesig” bei den Schulen verärgert Eltern in MV

Insbesondere im Hinblick auf die Schulen ärgerten sich viele Eltern, „dass Frau Schwesig mit Schulschließungen ab einer 100er-Inzidenz wohl nur ihren Dickkopf auf dem Rücken der Kinder durchsetzen will”. Die Vorgaben des Bundes seien nach Einschätzung Amthors sehr viel flexibler und würden Schließungen erst ab einer 165er-Inzidenz vorsehen. Warum es in Mecklenburg-Vorpommern eine „Extrawurst à la Schwesig” zu Lasten der Schüler geben müsse, erschließe sich vielen Menschen nicht. „Wir brauchen Mut statt Sturheit”, so Amthor.

Apropos Mut: Auch im Bereich des Tourismus durchkreuze laut Amthor die Angst der Staatskanzlei die notwendige Perspektive, „die unsere Tourismuswirtschaft seit Monaten einfordert. Das Unverständnis wächst und das bereitet mir große Sorgen”.