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Starkregen

Land unter bei Rostock und Erdrutsch auf Rügen

Rostock / Lesedauer: 2 min

Es regnete einfach zu viel. Im Raum Rostock waren Fahrzeuge von den Wassermassen eingeschlossen. Auf Rügen gab es Erdrutsche.
Veröffentlicht:10.07.2021, 09:10

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Der über mehrere Stunden andauernde Starkregen in der Region rund um Rostock hat seit Freitagabend zu diversen Einschränkungen und Ereignissen geführt. Die Feuerwehr musste helfen, weil unter anderem Bäume entwurzelten und auf die Fahrbahn stürzten, Keller voll Wasser gelaufen waren oder schlichtweg ganze Straßen überflutet wurden.

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In Broderstorf vor den Toren Rostocks wurde am frühen Samstagmorgen die Freiwillige Feuerwehr zur Hilfe gerufen, weil sich die Wassermassen in einer Senke gesammelt hatten und mehrere Fahrzeuge darin eingeschlossen waren. Die Kanalisation konnte innerhalb kürzester Zeit nicht so viel Regenwasser aufnehmen. Deshalb sprudelte es bereits aus den Gullydeckeln. Zwei am Seitenrand geparkte Lastwagen und ein Reisebus standen bereits so tief im Wasser, dass die Räder zur Hälfte verwunden waren.

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Autos konnten die Straße, die zum Outlet-Center führt, nicht mehr passieren. Die Feuerwehrleute sperrten kurzerhand die Fahrbahn für den fließenden Verkehr. Sie pumpten zudem die Wassermassen ab und leiteten sie per langem Schlauch in noch nicht überlaufene Gullys. Neben der Feuerwehr kamen auch Mitarbeiter von Nordwasser zum Einsatz. Auch in Senken der Rostocker Innenstadt, beispielsweise Am Strande, oder in Gehlsdorf sammelte sich das Wasser. Es kam aber zumindest dort noch nicht zu Sperrungen.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sorgten seit Freitag teils sintflutartige Regenfälle für zeitweilige Überschwemmungen. Zum Beispiel in Prenzlau war am Freitagabend wieder Land unter. Auch in Eggesin im Landkreis Vorpommern-Greifswald standen die Straßen unter Wasser. 

Auf Rügen ist es wegen des Unwetters zu Schäden an Straßen und Hängen gekommen. Die Feuerwehr war in der Nacht zum Samstag bei ungefähr 120 wetterbedingten Einsätzen im Landkreis Vorpommern-Rügen unterwegs, wie ein Feuerwehrsprecher am Samstagmorgen sagte. Verletzt worden sei niemand.

Zuvor warnte die Feuerwehr Rügen/Stralsund in einer amtlichen Gefahrenmitteilung vor herunterfallenden Ästen und Überschwemmungsgefahr im Amtsbereich Mönchgut-Granitz auf Rügen. Das Gebiet sei von den Folgen des Unwetters besonders betroffen gewesen. Zudem mahnte die Feuerwehr zur Vorsicht an Hängen und an Steilküsten - hier sei es zu Erdrutschen gekommen.

Am Samstagmorgen beruhigte sich die Lage langsam, wie der Feuerwehrsprecher sagte. Es liefen nur noch wenige Einsätze. Die Einsatzleitung der Feuerwehr und die Amtsverwaltung wollten entscheiden, ob die Gefahrenmitteilung weiter gelte. Zahlreiche Wanderwege, Straßen und Parkplätze waren im Amtsbereich Mönchgut-Granitz weiter gesperrt.

Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes beruhigt sich die Wetterlage im Nordosten im Laufe des Sonnabends. Am Vormittag ist noch mit Dauerregen zu rechnen. Der Zieht ab Mittag ab.