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LNG–Terminal

Bund prüft neben Mukran  weitere Standorte an der Küste von MV

Berlin/Sellin / Lesedauer: 2 min

Die Bundesregierung ist von Plänen für ein Flüssigerdgas–Terminal vor Sellin auf der Insel Rügen abgerückt, nun sollen Standorte vor Rostock und Mukran geprüft werden.
Veröffentlicht:22.03.2023, 14:49

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Nach dem Abrücken der Bundesregierung von Plänen für ein Flüssigerdgas–Terminal vor Sellin auf der Insel Rügen sieht sich der Schweriner Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) bestätigt. „Wir brauchen eine Lösung, die auf mehr Akzeptanz stößt als ein Standort fünf Kilometer vor Sellin. Das hat der Bund verstanden“, sagte der Minister der Deutschen Presse–Agentur.

Reinhard Meyer (SPD), der Wirtschafts–, Tourismus– und Verkehrsminister von Mecklenburg–Vorpommern fordert einen LNG-Standort mit mehr Akzeptanz.
Reinhard Meyer (SPD), der Wirtschafts–, Tourismus– und Verkehrsminister von Mecklenburg–Vorpommern fordert einen LNG-Standort mit mehr Akzeptanz. (Foto: Jens Büttner/dpa/Archivbild)

„Wir haben viele Gespräche mit dem Bund geführt, damit er Alternativen zu einem Standort Sellin in den Blick nimmt. Das haben wir erreicht und der Bund prüft jetzt Alternativen weiter raus auf See, in Mukran und in Rostock.“

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Zeitnahe Entscheidung geplant

Angesichts großen Widerstands hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) vom umstrittenen Standort vor Sellin Abstand genommen. Nach Informationen der Deutschen Presse–Agentur prüft das Wirtschaftsministerium den Hafen Mukran als alternativen Standort und präferiert Mukran nach dem aktuellen Stand der Prüfungen. Eine Entscheidung solle zeitnah getroffen werden.

Beim Schweriner Umweltministerium verwies man auf frühere Kritik von Minister Backhaus (SPD) am Standort Sellin. „Sollte Sellin tatsächlich nicht weiter in Betracht kommen, würde das für Erleichterung sorgen. Ob der Standort Mukran geeignet ist, wird man sehen, wenn die Planungen des Bundes konkret werden“, teilte sein Haus mit.

Ursprünglich sahen Pläne den Bau zweier Anleger vor Sellin vor. Hier sollten Spezialschiffe zur Anlandung von Flüssigerdgas (LNG) festmachen. Es wäre nach dem Mitte Januar in Lubmin offiziell gestarteten Terminal das zweite in Vorpommern. Gegen die Pläne vor Rügen gibt es heftigen Widerstand aus den Gemeinden und der Bevölkerung.