Heizkosten-Zuschuss

Bürger in MV holen sich kaum Geld für teures Heizen zurück

Schwerin / Lesedauer: 1 min

In MV heizen viele Haushalte mit Heizöl, Flüssiggas und anderen Brennstoffen. Kosten dafür können zurückgefordert werden - was nur bei einem Energieträger oft passiert.
Veröffentlicht:26.05.2023, 12:06
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Von:
  • Author ImageJörg Spreemann
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Die Nachfrage nach den Energiekostenhilfen für so genannte nicht leitungsgebundene Brennstoffe hält sich in Mecklenburg–Vorpommern bisher offenbar in Grenzen.

Nach Angaben des Umweltministeriums in Schwerin haben innerhalb von drei Wochen nach dem Start bisher knapp 2800 Haushalte einen Antrag auf Heizkostenzuschuss gestellt. Dabei geht es den Angaben zufolge um rund eine Million Euro.

In Mecklenburg–Vorpommern heizen rund 130 000 Haushalte mit Heizöl, Flüssiggas, Holzpellets, Holzhackschnitzeln, Holzbriketts, Scheitholz und Kohle.

Kosten für Heizöl am häufigsten zurückgefordert

Laut Umweltministerium wurden bisher die meisten Forderungen nach teilweiser Kostenerstattung für Heizöl gestellt. Dazu seien rund 2360 Anträge gestellt worden, gefolgt von Flüssiggas mit fast 300 und Holzpellets mit knapp 110 Anträgen.  Laut Umweltminister Till Backhaus (SPD) sind bisher über 500 Anträge mit einem Auszahlungsvolumen von knapp 200 000 Euro genehmigt worden.

Es sei maßgeblich der Initiative Mecklenburg–Vorpommerns zu verdanken, dass vom Bund rund 1,8 Milliarden Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds zur Verfügung gestellt wurden.

Die Härtefallhilfe ist vorgesehen für Privathaushalte, die vom 1. Januar 2022 bis 1. Dezember 2022 mindestens eine Verdoppelung ihrer Energiekosten bei Heizöl & Co. hinnehmen mussten. Maßgeblich ist ein Referenzbetrag, der für die einzelnen Energieträger festgelegt und veröffentlicht wurde. Die Höhe der einmaligen Entlastung wird mit maximal 2000 Euro beziffert. Der Mindestbetrag liegt bei 100 Euro.

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